#fruitzember 13

Heute ist der Tag der heiligen Lucia. Lucia war eine Jungfrau aus Sizilien, die für ihren Glauben sterben musste. Sie ist hauptsächlich durch den Lichterkranz bekannt. Diesen trug sie auf den Kopf, um in der Nacht sehen zu können und die Hände frei für Lebensmittel zu haben, die sie ihren verfolgten Glaubensgenossen in die Verstecke brachte.

Auch wir sollten uns für andere einsetzen!

Meine Verantwortung als Einzelne für das Ganze

Auf der Welt läuft vieles anders als wie wir es uns erwarten. Es gibt unzählige Ungerechtigkeiten, Unstimmigkeiten die uns tagein tagaus begleiten und beeinflussen. Wir wollen Gerechtigkeit, wir wollen unsere Bedürfnisse befriedigen. Doch unternehmen wir etwas für uns? Nein. Wir fügen uns den Erwartungen und den Vorschriften mit denen wir nicht mal einverstanden sind. Wird die Bevölkerung aufgefordert sich zu wehren, so steckt der Großteil der Personen ihre Hände in die Hosentaschen und guckt pfeifend in die Luft. Vergleichen kann man diese Einstellung mit einer bekannten Geschichte:

‚Auf einer Hochzeit wurden die Gäste gebeten, jeweils eine Flasche Wein statt anderen Geschenken mitzubringen. Am Tag des Festes wurde der Inhalt aller Flaschen in ein großes Fass geleert. Doch als das Hochzeitspaar zur Feier des Tages anstoßen wollte, reagierte jeder Gast mit Entsetzen und Verlegenheit. Im Fass befand sich nur Wasser, da sich jeder Gast dachte: Wenn ich eine Flasche Wasser anstatt des teuren Weines mitbringe fällt das bei der Menge nicht auf.’

So ist es auch in unserer Gesellschaft. Wir denken, die anderen würden schon machen. Doch ist dieser Gedanke bei vielen Personen derselbe und am Ende kommt nichts zustande. Wenn sich jeder auf den anderen verlässt und nicht selbst anpackt, so können keine Veränderungen oder Verbesserungen gemacht werden. Die Maschine der Gesellschaft ist blockiert und steht still. Sie bleibt dieselbe.

Die einigen wenigen, die Mitarbeit leisten und Engagement zeigen, ermöglichen nur ein langsames Vorankommen. Es ist also Aufgabe jedes Einzelnen sich für das eigene Wohl und das Wohl aller anderen einzusetzen und auch Verantwortung zu übernehmen. Unsere Kinder werden weiterhin in Ungerechtigkeit leben müssen, wenn wir im Hier und Jetzt nicht etwas ändern und unsere Rechte durchsetzen. Die Zeit läuft davon und wenn wir nicht mitlaufen, so bleiben wir irgendwo in der Wüste des passiven Nichtstuns stehen.

Wenn man sich mit Elan und Motivation am Gesellschaftsgeschehen beteiligt, so kann man vielleicht seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche besser und erfolgreicher verwirklichen, als dass man nur von außen zuschaut. Dies ist wichtig, da so auf jede einzelne Person geachtet werden kann und man nicht als eine/r unter vielen zählt. Man bringt sich für das Gemeinwohl ein und profitiert zudem auch persönlich. Es ist sozusagen ein Wechselspiel zwischen Erwartungen und Pflichten und dem persönlichen Wunsch und Recht. So kommt die „Maschine“ der Gesellschaft wieder ins Rollen und bleibt in gleichmäßiger Bewegung.

Jede Person ist für das Funktionieren des Systems verantwortlich. Dadurch, dass eine Gesellschaft sehr groß ist, macht ein kleiner Teil von passiven Bürgern nicht viel aus. Aber handelt es sich bei dem System um eine kleine Gruppe, zum Beispiel eine Schulklasse, so verändert sich die soziale Einheit sehr, wenn es einige Schüler/innen gibt, die sich nicht am positiven Interagieren und Zusammenleben beteiligen. Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen bedeutet auch für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.

 

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