Stell dir vor…

Stell dir vor…

du bist blind,

du bist gehörlos und

du bist stumm.

Und du willst mit der Welt kommunizieren. Wie schaffst du das?

 

Blinde lernen die Blindenschrift und können somit lesen, Gehörlose und Taubstumme unterhalten sich mittels Gebärdensprache. Gehörlose, die zudem auch blind sind unterhalten sich mit Hilfe von Lormen. Dies funktioniert so: Lormen

Für jeden Buchstaben gibt es einen Platz auf der Handfläche. Person A „schreibt“ auf der Hand von Person B, was sie ihr sagen will. Um Person A zu antworten, schreibt Person B auf die Handinnenfläche von Person B.

Diese „Sprache“ benutzt auch Maja*. Ich kenne Maja erst seit ein paar Wochen, sie ist blind und kann nicht sprechen. Da sie aber noch gut hört, versteht sie alles was man ihr sagt. Um anderen etwas mitzuteilen schreibt sie die Buchstaben auf eine freie Fläche (zB. Tisch). Kann ihr Gegenüber jedoch die Lormen, so schreibt sie die Lormen auf ihrer Hand, ihr Gegenüber ließt ab. Um mit Maja besser kommunizieren zu können, lernte ich ebenfalls die Lormen. Das oben angeführte Bild sieht extrem kompliziert aus, doch sind die Lormen ganz einfach zu lernen. Innerhalb einer halben Stunde beherrschte ich sie und konnte mit Maja schneller und einfacher kommunizieren!

Ich persönlich habe vor Majas Bekanntschaft noch nie von den Lormen gehört. Diese „Sprache“ faszinierte mich total!

Für Genaueres (wie man die Schrift lernen kann) könnt ihr euch unter Lormen informieren!

 

~ Clara

 

 

*Name geändert.
Bildquelle: http://www.stiftung-taubblind-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10&Itemid=58

Ostfriesland No.2

#Wege No. 3

Freitag hieß es erstmal ordentlich ausschlafen! Während Steff und ich nach Papenburg fuhren (9km mit dem Fahrrad), blieben die anderen zwei, Betty und Leni zuhause. Im Städchen gingen wir ein paar Kleinigkeiten einkaufen und nutzten im Arkadenhaus das freie Wlan, mit einem leckeren Eis in der Hand. Wir suchten Infos zu Nachtshuttles usw. da wir abends in die Fetenscheune in Leer feiern gehen wollten. Leider gab es keine so guten Verbindungen wie bei uns in Südtirol und so mussten wir Wohl oder Übel zuhause bleiben. Doch die Laune ließen wir uns nicht verderben! Man kann auch in einem Ferienhaus super feiern! ;D

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Arkadenhaus

Samstag wurde nochmal ordentlich lange geschlafen! Nachmittags sahen wir uns die evangelische Kirche von Völlen an. Ich war das erste Mal in einer evangelischer Kirche und ich muss sagen, die war echt schön! Überhaupt die Bänke ließen mich glauben, als wäre ich im Film Tom Sawyer! Wow! Alles ohne den „Schnick Schnack“ wie in den katholischen Kirchen!

Auf der Heimfahrt machten wir bei der lieben Tierärztin Bettina Halt. Ihr Sohn Volker zeigte uns, wie ihre hochmoderne Melkanlage funktionierte. Eine Stunde lang verfolgten wir den Prozess und drehten beim Anblick der süßen Kälbchen durch. Mit einem Liter frischer Milch kehrten wir Nachhause.

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Am nächsten Tag, Sonntag, stand Hamburg auf dem Programm. Um fünf Uhr in der Früh stand Steffs Onkel vor der Tür. „Los,los,los! Das Taxi ist hier! Wir zahlen jede Minute!“ In einer halben Stunde waren wir in Leer, von dort aus fuhren wir über Bremen nach Hamburg. Da wir relativ früh in Hamburg waren, konnten wir uns den Fischmarkt ansehen. Dort ist ein Trubel! Alle Händler schreien ihre Angebote durch die Gegend…

um 15 Euro machten wir mit dem Schiffchen „Zukunft“ eine Hafenrundfahrt. Die Backsteinhäuser erinnerten mich an meine Kindheit, nämlich an die Pfefferkörner, die in Hamburg Verbrecher jagten.

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Dann gingen wir ins „Vapiano“. Einem italienischen Restaurant. Und wow, die können kochen! Gaumenfreuden pur!

 

 

Wir sahen uns anschließend das Rathaus an und aßen an der Alster ein gutes Eis!

 

 

Mit der U-Bahn fuhren wir zum botanischen Garten, der einfach wunderschön ist! Bei uns in Südtirol gibt es in der Stadt Meran auch einen botanischen Garten, dieser unterscheidet sich extrem von diesem Garten. Statt klaren Linien und Strukturen, wachsen hier Pflanzen in ihre ganz eigene Richtung. Wunderschön.

 

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Am nächsten Tag wollten wir mit dem Fahrrad in die Niederlande fahren. Doch leider zeigte uns ein Mann den falschen Weg. So fuhren wir nach Papenburg und setzten uns nach einem Eis im Arkadenhaus auf den Rasen des Stadtparks und machten Musik. Die nächsten zwei Tage ließen wir auch ruhig angehen, schließlich müssen wir uns ja auch erholen!

 

 

 

Das war Eintrag Numero Due von meinem ersten Mädelsurlaub! Es war eine wunderbare Reise und Erfahrung, die ich nie vergessen werde!

~ Clara