Lissabon

Meine Abireise führte mich nach Lissabon! Es war wunderschön, am Liebsten würde ich in die wunderbare Stadt zurückreisen. Ich habe so viele wunderbare, tolle Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt, die ich nun in einem kleinen Reisebericht mit euch teilen möchte!

Am Montag, 12. Februar 2018, ging es für uns 20 Mädels (ja, nur Mädchen) um 11 Uhr vormittags mit dem Bus los, bis zum Flughafen Mailand/Bergamo. Von dort aus flogen wir mit Ryanair nach Lissabon! Es war der erste Flug meines Lebens und so war ich furchtbar aufgeregt. Der ganze Stress war echt nichts für mich! Da fahre ich lieber Zug ;D.

Die fünf Tage verbrachten wir im HUB Hostel Patio. Ich muss sagen, so ein schönes Hostel habe ich noch nie gesehen! Die Klasse teilte sich auf drei Zimmer auf. Das 8er-Zimmer verfügte über sehr gemütliche Betten und eigenem Minibadezimmer mit Dusche und Toilette. Frühstück war lecker, aber nicht so vielfältig wie wir es in Italien gewohnt sind. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

Am nächsten Tag (Dienstag) machten wir eine Sightseeing Tour mit einem Hop on – Hop off Bus. Ich habe mich sofort in diese Stadt verliebt. Die bunten Häuser mit Fliesenfassaden, die manchmal engen, hügeligen Straßen, die Aussicht. Es war einfach wunderschön!

Mittags war es sehr schwierig ein Restaurant zu finden, da fast alles geschlossen war (auf Grund des Feiertages). Doch schlussendlich fanden wir ein nettes einheimisches Restaurant Rio Grande in der Pink Street, wo wir wunderbar aßen und Tipps von einem deutschen Touristen bekamen.

Nachmittags fuhren wir mit einem TukTuk zum Castelo de S. Jorge wo wir atemberaubende Aussicht auf die Stadt hatten!


Abends gingen wir als Klasse in zwei Pubs (einer hieß Pensao Amor) und nach einem „Zwei-Uhr-Morgens-Snack“ bei MCDonalds gings wieder nach Hause ;D

Am nächsten Tag (Valentinstag) waren wir sehr müde, aufgrund der nächtlichen Tour am Vortag und beschlossen uns im Parque Eduardo VII  unter Orangenbäumen etwas auszuruhen 😉 Mittags nutzten wir mal wieder ein TukTuk und fuhren zum Restaurant Casa da Ìndia. Nach langer Wartezeit (Portugiesen darf man nicht stressen) bestellten wir unser Essen. Ich probierte die typische Brotsuppe (Alentejo), die den anderen gar nicht schmeckte, ich fand sie okay. Der Grillteller und die Fischgerichte waren sehr große Portionen. Dies liegt meiner Meinung daran, dass viele Arbeiter in diesem Restaurant aßen und diese brauchten nun mal ein ordentliches Mittagessen 😉


Nachmittags trafen wir uns mit der Klasse am Elevador De Santa Justa. (die Fahrt kostete 5,13€ ) Der Ausblick war wow!


 

Abends wollten Steffi und ich unbedingt ausgehen. Keiner hatte Lust und so beschlossen wir auf eigene Faust loszugehen. Am Montag kam die liebe Petya im Hostel vorbei. Sie ist ein Guide der PubCrawlLisbon und wollte uns zum gemeinsamen Feiern einladen. Die Guides der PubCrawl sammeln jeden Abend feierlustige junge Leute in den Hostels ein. Dann geht es los durch drei Pubs und anschließend in einem Club. Montags waren wir zu müde und so beschlossen wir am Valentinstag der PubCrawl zu folgen ;D Auf dem Weg hin begegneten wir Marta und ihrer Bekannten, zwei Musikerinnen aus Lissabon und Brasilien, und sangen mit ihnen zusammen in der U-Bahn!

Mit PubCrawl feiern zu gehen kann ich nur empfehlen! In einer Stadt wo man sich nicht so gut auskennt und nur zu zweit oder alleine auf Reisen ist, gibt es nichts tolleres als mit einer Gruppe unterwegs zu sein! Man lernt Leute von der ganzen Welt kennen… zum Beispiel Scott aus Kanada, William aus Brasilien, Pablo aus Angola und Leute aus Portugal, Österreich, Großbritannien…
Am nächsten Tag waren wir beide erstaunlich fit, dies lag vielleicht an den sehr gemütlichen Betten des Hostels! Vormittags fuhren wir mit der Metro nach Belém. Drei von unsrer kleinen Truppe sahen sich ein technologisches Museum an, während Steffi, eine andere Mitschülerin und ich gemütlich im Café neben dem Torre de Belém einen Kaffee tranken und ein Brötchen aßen. Etwas später trafen wir uns sechs in einem Supermarkt, um anschließend auf einem kleinen Platz zu picknicken. Zusammen mit der Klasse sahen wir uns den Torre de Belém nur von außen an und fuhren mit Taxis über die große Brücke zur Cristo Rei Statue. Für 5€ kann man mit einem Aufzug die Statue hochfahren und hat wieder ein wunderbares Panorama über die Stadt. Der nette Taxifahrer fuhr uns dann nach Hause zurück bis vor die Tür des Hostels.


Den letzten Tag in Lissabon wollten wir so gemütlich wie möglich gestalten. Wir packten die Koffer, verstauten sie im Luggage-Raum des Hostels und schlenderten durch die Stadt bis zum Flussufer, wo wir gemütlich picknickten. Per Zufall trafen wir auf Andrea, einer Tuktuk-Fahrerin, die uns auf eine Stadtrundfahrt mitnahm. 50€ insgesamt für eine Stunde, wobei wir bis zum Schluss 2 1/2 Stunden mit ihr unterwegs waren und  nur 70€ zahlten! Ich kann so eine Tuktuk – Rundfahrt in Lissabon nur empfehlen! Man erfährt so interessante Dinge! Beispielsweise besuchten wir zusammen mit Andrea ein Hostel, das eigentlich für „Nicht-Gäste“ nicht zugänglich ist, und hatten von einer erhöhten Terasse aus eine wunderschöne Aussicht. Andrea erklärte uns auch, dass bei wichtigen Plätzen, Gebäuden oder Orten, die Straßenlaternen immer acht Fensterchen haben. In ärmeren Vierteln haben die Laternen nur vier Fensterchen. Zudem brachte sie uns zu seinem versteckten Souvenirladen, wo es Ginja Sem Rival Likör gab. Dies ist ein typischer Likör von Lissabon. Er schmeckt leicht nach Hustensaft (sehr lecker) und wird aus Schokoladengläsern getrunken, die man nach dem Trinken isst. Schmeckt super! Zum Schluss fuhr uns Andrea noch einmal in die Innenstadt zu einem Shop, wo es die typischen Pastéis de Belém zu kaufen gab. Wir waren sogleich von diesem köstlichen Gebäck begeistert! (Teig, Vanillecreme, Zimt und Staubzucker obendrauf). Andrea war so lieb und fuhr uns direkt nach Hause zum Hostel. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch jede Menge Spaß, da wir immer wieder im Stau steckten und irgendwelche Männer aus Rumänien mit uns zu sprechen versuchten. Es war einfach zu lustig, man sitzt in einem Tuktuk und spricht mit Leuten die auf der Straße gerade unterwegs sind!

Es hieß auch schon Abschied nehmen von der schönen Stadt Lissabon und so flogen wir mit zahlreichen Erfahrungen und Erlebnissen bereichert zurück nach Italien.


Petya hatte ein Tattoo: Saudade. Saudade ist ein portugiesisches Wort und bedeutet soviel wie etwas oder jemanden sehr sehr sehr zu vermissen. Ich glaube dieses Wort ist ab dieser Reise mein Lieblingswort 😉

Fazit:

Die Stadt Lissabon ist echt sehenswert! Man kann so viel entdecken und wird von Eindrücken nur so überschwemmt! Die Menschen hier sind unendlich freundlich und hilfsbereit. Alle scheinen jeden Tag die beste Laune zu haben! Zudem lohnt es sich auch finanziell. Taxi, Lebensmittel und Getränke sind extrem billig (auch Alkohol! Bier 2€, Shots 2€, Long Drinks 4€). Solche Preise sind wir hier in Italien zumindest nicht gewohnt!

 

 

(P.S. In Südtirol macht man die Abireise immer im Frühjahr vor dem Abschluss ;D)

 

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