Fredrikstad

Fredrikstad Norwegen.

So hieß unser nächstes Ziel. Bereits um 7 Uhr saßen wir im Zug nach Stockholm von wo aus wir leider nicht sofort weiterkamen, da die Onlinereservierung der Sitzplätze nicht funktionierte. Wir waren der Verzweiflung nahe, doch es kam uns ein sehr netter „Kundenserviceherr“ zur Hilfe. Mit Reservierung in der Tasche mussten wir fast zwei Stunden auf den Anschlusszug nach Göteborg warten. Dort waren weitere zwei Stunden Wartezeit angesagt, bis wir endlich im Zug nach Fredrikstad saßen und unsere Kinnladen nach unten fielen, bei Anblick der wunderschönen Landschaft. Aus unseren Träumen riss uns schließlich ein Herr mit Hund, der uns fragte ob wir Drogen, Alkohol oder Zigaretten bei uns hätten. Nein. Er fragte uns wo wir genau hinfahren würden, wo wir dort übernachten würden und wie lange wir dort bleiben würden. Wir antworteten brav, doch fühlten uns ziemlich komisch in dieser Situation. Doch der Herr zog weiter. War wohl eine normale Kontrolle ob wir illegal unterwegs wären.

In Fredrikstad haben wir über Couchsurfing einen Host gefunden. Torvald schrieb mir per Facebook, wir sollten zu Solveigs Pizzeria gehen und nach seinem Mitbewohner Thomas fragen. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht. Die Pizzeria war wunderschön, Thomas begrüßte uns sogleich, bot uns was zu trinken an, bis Torvald und sein Kumpel Mustafa auftauchten. Zusammen aßen wir Pizza, quatschten über dies und das und verstanden uns von Anhieb an super. Mustafa fuhr uns mit seinem „such a shit car“ zu Torvald nach Hause. Die Wohnung war etwas chaotisch, doch mega gemütlich und wir fühlten uns wohl und wie zu Hause. Die nächsten Tage verbrachten wir damit, die Stadt anzusehen, aber auch die gemütlichen Abende mit Torvald, Thomas, Marthine (wohnt auch in der WG), Mustafa und Roman zu genießen.

Fredrikstad hatte ich schon nach kurzer Zeit zu meiner Lieblingsstadt erkoren. Warum? Das Feeling, der Vibe dieser Stadt ist einfach unmöglich schön. Es sind nicht so viele Leute unterwegs, und deshalb ist es hier sehr ruhig. Mit einer gratis Fähre kommt man in über den Fluss nach Gamlabyen, der Altstadt. Aus der Vogelperspektive bildet der Fluss um Gamlabyen eine. Stern. Grund dafür geht in die Geschichte zurück und hatte militärischen Sinn. Torvald nahm uns einmal mit nach Gamlabyen, wo ein Festival stattfand. Wir waren begeistert! Frei zugängliche Konzerte, leckeres Essen, Marktstände und bunte Farben überall. Irgendwie schafften wir es, uns bis zur Mainstage durchzuschmuggeln ohne es überhaupt zu merken, dass man hätte Tickets kaufen müssen. Auch dort war eine mega schöne Location. Auf einer Wiese zwischen unzähligen Apfelbäumen gab es zahlreiche Sitzmöglichkeiten und Schatten! Ja, Schatten war an diesem Tag mehr als willkommen. Die Sonne war so intensiv, dass ich mich jetzt noch wundere, dass wir ohne Sonnenbrand davongekommen sind. Doch verfolgten uns Kopfschmerzen und Durst die ganze Zeit. Um der Gefahr eines Hitzschlags zu entkommen, beschlossen wir mir der Fähre wieder zurückzufahren. Nach einer kurzen Abkühlung der Füße im Springbrunnen, fuhren wir zurück nach Hause, bzw. zur WG.

Am nächsten Tag hieß es auch schon Abschied nehmen. Wir hatten die Zeit bei Torvald, Thomas und Co. so genossen, dass wir am liebsten länger geblieben wären… doch wir werden diese Zeit nie und nimmer vergessen, wo wir solch offene, freundliche, fröhliche und wunderbare Menschen kennengelernt haben, die uns mit riesiger Gastfreundschaft empfangen haben. Thank you guys!

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