Utrecht

Auf in die Niederlande!

In Amsterdam war es einfach unmöglich eine für uns preiswerte Unterkunft oder Couchsurfer Hosts zu finden. Also entschieden wir Utrecht als unser nächstes Ziel festzulegen.

Unser Hostel war einfach natja. Es traf uns regelrecht der Schlag als wir es betraten. Die Treppen schmutzig, alles staubig und die Küche war ein einziges Schlachtfeld. Das soll ein Hostel sein? Wir haben ein 18-Betten Zimmer gebucht, dessen Tür nicht abschließbar war (everyday open doors). Die Rezeptionistin sagte, dass bald jemand kommen würde um die Tür zu reparieren. Dieser jemand ließ sich bis zum Tag unserer Abreise jedoch nicht blicken. Doch hey, wir versuchten positiv zu bleiben und das Beste aus unserer Situation herauszuholen. Nach einem kleinen Stadtbummel kehrten wir am Abend auch schon wieder zurück. Im Gemeinschaftsraum lernten wir eine Dame mittleren Alters aus Deutschland kennen. Sie wollte anscheinend mal wieder den Lifestyle junger Reisenden ausprobieren und wohnte deshalb nun im Hostel. Sie war sehr freundlich aber manchmal etwas schräg XD. An einem Tag putzte sie freiwilli die Küche. Da hatten wir mega Lust selbst etwas zu kochen und luden sie als Dankeschön zu unserem „Mahl“ ein. Während dem Kochen waren auch zwei deutsche Jungs am Werk. Wir quatschten über unsere Reisestorys und die Jungs gaben uns etwas von ihrer deliziösen Tomatensoße ab. Am Abend wollten Steffi und ich mal das Nachtleben erkunden. Wir sind eigentlich mega die Partygirls, doch im hohen Norden bremsten uns die hohen Preise. Wir kamen nicht weit und landeten in der ersten Bar gegenüber von unserem Hostel. Dort blieben wir dann auch und lernten einige crazy Leute kennen.

Am Tag darauf war das Wetter nicht mehr so brilliant. Wir latschten durch die Stadt, als es plötzlich zu Regnen begann. Unsere Regenschirme hatten es im Hostel bequem undwir waren zu geizig uns noch einen Schirm zu kaufen. Deshalb landeten wir in diversen Shops wie H&M oder Zara und versuchten die Zeit zu vertreiben. Dies bedeutet dass jeder von uns ein komplettes Outfit zu einem Thema zusammenstellt und anprobiert. (sehr amüsiant)

Am Ende unserer Zeit in Utrecht packten wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke, begleitet von Klaviergekliper und lautem Gesänge der Spanier im Hostel. In der Nacht hatten wir und unsere fünf roommates Besuch von einer kleinen Maus, die anderen brachten ihr Gepäck in Sicherheit, Steffi und ich ließen uns vom kleinen Nager nicht den Schlaf rauben. Zum Frühstück machte die Herrin des Hauses Omeletts für alle. An der Rezeption trafen wir auf einen Italiener und eine Italienerin. Die beiden maulten über die Zustände des Hostels und fanden alles „scheiße“. Da wurde mir erst etwas klar: auf der Internetseite konnte man sehen, dass das Hostel nicht so gute Bewertungen hatte, also wusste man schon im voraus dass man sich nicht allzu viel Luxus erwarten kann. Ja, es war nicht sauber, es war schmutzig und es gab Mäuse. Doch wir hatten die Möglichkeit nette Leute kennezulernen und das geschlafen haben wir auch gut, die Duschen funktionierten auch. An der Rezeption gab es ein Buch, wo man seine Bewertung reinschreiben konnte. Ich nutzte die Chance und versuchte zu vermitteln, dass man ALLES schätzen sollte was man bekommt. Wir sind Backpacker, die mit Budget reisen. Wir können uns nicht mehr leisten als billige Hostels. Warum sollte uns für niedrigem Preis mehr zustehen als anderen? Klar. Das Hostel könnte in einem besseren Zustand sein, doch bin ich als Backpacker froh, wenn ich überhaupt ein Bett habe und nicht wieder auf dem Bahnhof schlafen müsste… am Anfang war ich auch etwas perplex und wusste nicht, was ich von dem Hostel halten sollte. Doch bis zum Schluss war ich einfach froh eine Unterkunft zu haben!

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