amici

amici ist italienisch und bedeutet Freunde. Freunde. Was würde ich nur alles für meine besten Freunde tun?! Jeder einzelne von ihnen ist mir sehr wichtig, jeder einzelne würde sofort fehlen wenn er nicht da wäre. Manchmal gibt es Momente, wo man sich nicht so gut versteht oder komplett anderer Meinungen ist. Doch diese Momente sind meistens schnell wieder vorbei. Ich glaube bei Tieren ist es genau so. Zum Beispiel bei meinen Katzen: Leo und Mika, die Balkongucker, zanken gerne, doch verstehen sie sich trotzdem gut. Die drei kleinen Mäuse Sunny, Blue und Roxy sind unzertrennlich. Wenn sie nicht beim rumtollen sind, kuscheln und dösen sie zusammen rum. Einfach gute Freunde halt ;D und wenn einer fehlt? Dann geht die Suche los!

 

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Veganer Snack

Heute habe ich das erste Mal in meinem ganzen Leben veganes Joghurt gekauft! Seit ich vor ein paar Tagen im Bioladen war und auf jede Menge Vegane Lebensmittel gestoßen bin, geht mir dieses Wort VEGAN nicht mehr aus den Kopf. Heute im Supermarkt entdeckte ich das Joghurt aus Kokosmilch und schnappte es mir sofort. Let’s try!

Zusammen mit Haferflocken, chrunchy-Müsli und ein paar Brombeeren schmeckte es echt gut! Ohne Zucker ein bisschen langweilig aber ich wollte es ja so! Vegan und zuckerfrei 😉

Als nächstes werde ich einen veganen Kuchen backen! Yeii!

 

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Stell dir vor…

Stell dir vor…

du bist blind,

du bist gehörlos und

du bist stumm.

Und du willst mit der Welt kommunizieren. Wie schaffst du das?

 

Blinde lernen die Blindenschrift und können somit lesen, Gehörlose und Taubstumme unterhalten sich mittels Gebärdensprache. Gehörlose, die zudem auch blind sind unterhalten sich mit Hilfe von Lormen. Dies funktioniert so: Lormen

Für jeden Buchstaben gibt es einen Platz auf der Handfläche. Person A „schreibt“ auf der Hand von Person B, was sie ihr sagen will. Um Person A zu antworten, schreibt Person B auf die Handinnenfläche von Person B.

Diese „Sprache“ benutzt auch Maja*. Ich kenne Maja erst seit ein paar Wochen, sie ist blind und kann nicht sprechen. Da sie aber noch gut hört, versteht sie alles was man ihr sagt. Um anderen etwas mitzuteilen schreibt sie die Buchstaben auf eine freie Fläche (zB. Tisch). Kann ihr Gegenüber jedoch die Lormen, so schreibt sie die Lormen auf ihrer Hand, ihr Gegenüber ließt ab. Um mit Maja besser kommunizieren zu können, lernte ich ebenfalls die Lormen. Das oben angeführte Bild sieht extrem kompliziert aus, doch sind die Lormen ganz einfach zu lernen. Innerhalb einer halben Stunde beherrschte ich sie und konnte mit Maja schneller und einfacher kommunizieren!

Ich persönlich habe vor Majas Bekanntschaft noch nie von den Lormen gehört. Diese „Sprache“ faszinierte mich total!

Für Genaueres (wie man die Schrift lernen kann) könnt ihr euch unter Lormen informieren!

 

~ Clara

 

 

*Name geändert.
Bildquelle: http://www.stiftung-taubblind-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10&Itemid=58

Ostfriesland No.2

#Wege No. 3

Freitag hieß es erstmal ordentlich ausschlafen! Während Steff und ich nach Papenburg fuhren (9km mit dem Fahrrad), blieben die anderen zwei, Betty und Leni zuhause. Im Städchen gingen wir ein paar Kleinigkeiten einkaufen und nutzten im Arkadenhaus das freie Wlan, mit einem leckeren Eis in der Hand. Wir suchten Infos zu Nachtshuttles usw. da wir abends in die Fetenscheune in Leer feiern gehen wollten. Leider gab es keine so guten Verbindungen wie bei uns in Südtirol und so mussten wir Wohl oder Übel zuhause bleiben. Doch die Laune ließen wir uns nicht verderben! Man kann auch in einem Ferienhaus super feiern! ;D

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Arkadenhaus

Samstag wurde nochmal ordentlich lange geschlafen! Nachmittags sahen wir uns die evangelische Kirche von Völlen an. Ich war das erste Mal in einer evangelischer Kirche und ich muss sagen, die war echt schön! Überhaupt die Bänke ließen mich glauben, als wäre ich im Film Tom Sawyer! Wow! Alles ohne den „Schnick Schnack“ wie in den katholischen Kirchen!

Auf der Heimfahrt machten wir bei der lieben Tierärztin Bettina Halt. Ihr Sohn Volker zeigte uns, wie ihre hochmoderne Melkanlage funktionierte. Eine Stunde lang verfolgten wir den Prozess und drehten beim Anblick der süßen Kälbchen durch. Mit einem Liter frischer Milch kehrten wir Nachhause.

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Am nächsten Tag, Sonntag, stand Hamburg auf dem Programm. Um fünf Uhr in der Früh stand Steffs Onkel vor der Tür. „Los,los,los! Das Taxi ist hier! Wir zahlen jede Minute!“ In einer halben Stunde waren wir in Leer, von dort aus fuhren wir über Bremen nach Hamburg. Da wir relativ früh in Hamburg waren, konnten wir uns den Fischmarkt ansehen. Dort ist ein Trubel! Alle Händler schreien ihre Angebote durch die Gegend…

um 15 Euro machten wir mit dem Schiffchen „Zukunft“ eine Hafenrundfahrt. Die Backsteinhäuser erinnerten mich an meine Kindheit, nämlich an die Pfefferkörner, die in Hamburg Verbrecher jagten.

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Dann gingen wir ins „Vapiano“. Einem italienischen Restaurant. Und wow, die können kochen! Gaumenfreuden pur!

 

 

Wir sahen uns anschließend das Rathaus an und aßen an der Alster ein gutes Eis!

 

 

Mit der U-Bahn fuhren wir zum botanischen Garten, der einfach wunderschön ist! Bei uns in Südtirol gibt es in der Stadt Meran auch einen botanischen Garten, dieser unterscheidet sich extrem von diesem Garten. Statt klaren Linien und Strukturen, wachsen hier Pflanzen in ihre ganz eigene Richtung. Wunderschön.

 

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Am nächsten Tag wollten wir mit dem Fahrrad in die Niederlande fahren. Doch leider zeigte uns ein Mann den falschen Weg. So fuhren wir nach Papenburg und setzten uns nach einem Eis im Arkadenhaus auf den Rasen des Stadtparks und machten Musik. Die nächsten zwei Tage ließen wir auch ruhig angehen, schließlich müssen wir uns ja auch erholen!

 

 

 

Das war Eintrag Numero Due von meinem ersten Mädelsurlaub! Es war eine wunderbare Reise und Erfahrung, die ich nie vergessen werde!

~ Clara

Ostfriesland No. 1

#Wege No.3

Wow. Wir sind nun schon einige Tage in Ostfriesland und haben schon viel erlebt! Doch fangen wir von vorne an… am Montag (19.06) ging es mit dem Auto bis nach Innsbruck, von dort aus bis Kufstein. Dann Umstieg in den Zug nach München, zweites Mal umsteigen in den Zug nach Hamm. Diese Etappe war mit Abstand die amüsanteste. Wir vier Mädels saßen auf dem Boden, ich spielte Ukulele und gemeinsam sangen wir. Da kam ein Typ vorbei, total von unsrer Musik begeistert und lud uns zu einem Bierchen bei seinen Kumpels ein. Seine Kumpels entpuppten sich als Fußballmannschaft mit ca. 15 Jungs, die auf dem Weg nach Malle waren… war ein großer Spaß gemeinsam zu singen (bzw. zu grölen). In Hamm stiegen wir in den nächsten Zug: nach Papenburg, wo wir von der Besitzerin unseres Ferienhauses abgeholt wurden… den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

In den nächsten Tagen hatten wir großes Programm!

Gleich am Dienstag sahen wir uns in der Stadt Papenburg um und holten uns im Tourismusbüro Informationen. Nach einem Mittagessen im „Arkadenhaus“ fuhren wir mit einem Shuttle zur Meyer Werft, wo wir eine Führung bekamen. Die Produktion von Schiffsgiganten flashte uns vier total.

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Am Mittwoch fuhren wir an die Nordsee, wo wir eine Wattwanderung machten. Auf dem Heimweg, mit dem Zug bis nach Leer und von dort mit dem Fahrrad bis nach Papenburg, fuhren wir an der Ems entlang. Dabei entstanden einige schöne Fotos der ebenen, langen Straße im Sonnenschein.

 

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Donnerstags waren wir in Bremen, wo wir nach der Zugfahrt erst mal gutes italienisches Mittagessen genossen haben. Dann besuchten wir eine Ausstellung zum Thema Rassismus, die uns wirklich schockierte. (Ca. 2004 wurden in Bremen häufig Brechmittel eingesetzt um Drogemdealer zu überführen) Nach einem kurzen „Fotoshooting“ mit den Bremer Stadtmusikanten entspannten wir uns im Stadtpark von der unerträglichen Hitze.

 

Ostfriesland No. 2 folgt 😉

 

Liebe Grüße

Clara

#Summerfeeling

Morgen ist es so weit. Meine drei besten Freundinnen und ich fahren mit dem Zug nach Ostfriesland für 10 Tage in den Urlaub! Eine Zugfahrt kann langsam langweilig werden. Da Steff und ich so gerne singen, packen wir ein Liederbuch mit ein… eine Gitarre mitnehmen müssen wir auch! Doch sie wäre ein umständliches zusätzliches Gepäck. Claras Idee: Ukulele!!! Schon war sie auch schon gekauft und innerhalb eines Tages konnte ich bereits ein paar Akkorde.

Heute werde ich noch den Rucksack packen, und darauf hoffen, nichts zu vergessen! Ich hoffe wirklich dass ich Zeit finde zu bloggen, da auf dieser Reise echt viel tolles passieren wird! Ihr könnt mir auch gerne über Instagram folgen ;D

Frühstück in Riga

Das Frühstück in Riga, zubereitet von meiner Gastfamilie, war immer köstlich! Ein Grund dafür, es zu Hause auch mal auszuprobieren!

Zutaten:

Eier

Paprika

Parmesankäse

Salz

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So geht’s:

  1. Paprika aufschneiden
  2. Paprika in einer Pfanne mit Öl/Butter kurz anbraten.
  3. So viel Eier wie gewünscht in die Pfanne schlagen.
  4. Alles gut verrühren, ein wenig salzen und mit Parmesankäse bestreuen.

voilá 😉

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Riga. Silvester 2016/17

Kurze Anmerkung:

Nun folgt endlich mein abschließender Bericht für Riga. Während der Reise regelmäßig zu bloggen war zeitlich oft ein Problem und so werde ich jetzt einen zusammenfassenden Reisebericht schreiben! (besser spät als nie) 🙂 Ich schreibe sehr ausführlich, damit Leser, die vielleicht Interesse an Taizé haben, sich ein Bild von so einer Reise machen können. (Zu beachten ist, dass unsere Reise ziemlich viele Fails beinhaltete, welche nicht jedem passieren)

Für meine beste Freundin Steff und mich ging es dieses Silvester ab nach Riga. Genauer zum europäischen Taizé-Jugendtreffen. Von einem Katholischen Verein Südtirols wurde die Fahrt nach Riga organisiert. So fuhren wir gemeinsam mit ca. 40 weiteren jungen Leuten aus Südtirol los. 26 Stunden im Bus, Zwischenstopp in Warschau und weiter bis nach Riga.

Mi, 28.12.

In Riga angekommen, wurden wir von Freiwilligen in den verschiedenen Pfarrgemeinden aufgeteilt und zudem von einem enormen Schneesturm überrascht. Meine BF Steff, unsere Begleitperson Moni und ich wurden bei einer reizenden Gastfamilie untergebracht. Die Familie bestand aus den Eltern Uldis und Mara, ihren drei Töchtern Marta, Baiba und Inta (ca. 24, 27 und 35 Jahre alt) und Baibas zehnjähriger Tochter Ruta. Die Gastfreundschaft dieser Familie übertraf alles. Sie sprachen alle sehr gut Englisch, so hatten wir keine Probleme mit der Verständigung. (Andere aus unserer Gruppe waren z.B. in einer Familie, die nur Lettisch konnte).

Marta gab uns am ersten Tag eine kleine Stadtführung. Als erstes zeigte sie uns eine orthodoxe Kirche, die sie als kleines Kind oft besucht hatte und erzählte uns etwas von ihrem lutherischen Glauben.

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Marta nahm uns auch mit zum Central Market, dem großen Markt in Riga, wo man wirklich alles kaufen kann. Von Alkohol, Käse und Wurst bis zu Souvenirs, Gemüse, Obst und Wollsocken. Marta ging bald wieder nach Hause. So schlenderten wir auf eigene Faust noch durch die Stadt und machten uns mit Johnny und Kai, die auch aus Südtirol sind, auf den Weg in die Arena Riga, wo das Abendessen und das Abendgebet stattfand.

 

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Da wir uns für die freiwillige „Arbeit“ gemeldet haben, wurde uns eine Aufgabe im „ChurchTeam“ erteilt. Ziel war es, dass die Menschen die zum Gebet kamen, zuerst die Grundfläche der Halle füllten und erst wenn diese voll war, sich auf die Tribünen aufteilten. Tja, nun war es unser Job, den Menschen dies klar zu machen. Dies ist wirklich keine einfache Aufgabe, da 99% echte Sturköpfe waren und einfach nicht auf uns hörten. „Please go to the groundfloor“, sagte ich freundlich. Die Antwort: „No“. Dem Verzweifeln nahe wurden wir, als das Abendgebet begann, erlöst und fielen zwei Stunden später erschöpft in die Betten.

 

Do, 29.12.

Wir hatten verschlafen. Dies bedeutete, dass wir das Morgengebet komplett verpasst hatten. Doch für das wunderbare Frühstück (9 Spiegeleier, Brot und Tee) ließen wir uns noch Zeit. Nach dem Morgengebet trafen sich die Menschen in kleinen Gesprächsgruppen. Steff und ich waren mit Johnny, Elisabeth (ebenfalls aus Südtirol) und fünf Mädels aus Polen in einer Gruppe. Nach dem Gespräch schlurften wir nach Hause und ruhten uns ein wenig aus. Anschließend ging es wieder in die Altstadt, wo wir Souvenirs kauften und eine Stunde lang das HardRockCafé suchten, was in Riga gar nicht existierte. Wir trösteten uns auf dem Platz vor dem Dom mit köstlichen Pancakes mit Marmelade / Schokolade und Banane.

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In Riga gibt es eine riesige Bibliothek. Sie umfasst sieben Stöcke und ist einfach wunderschön! Ein nicht enden wollender Traum einer jeden Leseratte.

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Als wir die Bibliothek verließen, fiel mir sofort ein junger Mann auf, der immer wieder in unsere Richtung sah und komisch grinste. Er war uns regelrecht auf den Fersen. „Ey Leute was will der Depp von uns?“, sagte ich zu Steff und Moni. Plötzlich sagte der Mann: „Ah ihr redet Deutsch?“ Facepalm alla grande. Wir Südtiroler haben unseren eigenen Dialekt und Willy aus Berlin hatte die Gabe uns zu verstehen. Wie peinlich. Wir kamen ins Gespräch und landeten bei einer Diskussion über Freiwild, wobei wir geteilte Meinungen hatten.

Auch heute abend war unsere Arbeit wieder ziemlich nervenauftreibend, aber durch das Gebet verflog der Stress. Auf dem Heimweg haben wir einige Leute aus unser großen Südtirolergruppe getroffen. Das Quatschen bei Kälte im Freien wurde mit der Zeit unangenehm und so suchten wir in der Altstadt eine Bar. So kam es, dass wir wenige Minuten später im Rock Café standen, dem wohl coolsten Café, was ich je gesehen habe. Ein gemütlicher Abend mit analkoholischen Drinks und zahlreichen interessanten Gesprächen, neigte sich dem Ende zu. Doch bei unserer Familie angekommen, sollte er noch mindestens zwei Stunden anhalten.

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Steff ging Zähneputzen. Moni und ich saßen im Zimmer, als Baiba hereinkam. „Hi girls! Do you want to see the ratbath?“ Ich verstand Bahnhof. „Are you afraid of rats?“ Ich antwortete: „No. I’m not afraid!“ und folgte ihr. Ich dachte an eine Ratte, die irgenwo in der Wohnung aufgetaucht war und nun zu entsorgen galt. Nein. Falsch gedacht. Baiba öffnete die Badezimmertür und … Steff badete zwei Ratten. Oskars und Bruno, die Haustiere der Familie. Zudem hatte die Familie eine (böse) Katze.

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Fr, 30.12

Wir haben wieder verschlafen. Jedoch bekamen wir noch eine Viertelstunde des Gebets mit. In der Gesprächsgruppe kam es nicht wirklich zu einem Gespräch. Ich glaube es waren alle einfach zu müde. Nach einem kurzen Mittagessen fuhren Seff, Moni und ich mit Johnny ans Meer. Wir hatten riesen Spaß und waren total entsetzt, als eine Frau im eiskalten Wasser schwimmen gegangen war.

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Nach einem heißen Capuccino ging es wieder zurück in die Stadt. Diesmal haben wir uns vor der Arbeit gedrückt (sehr böse von uns). Ich hatte zwar schlechtes Gewissen, aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Das erste Mal konnte ich das Gebet so richtig genießen. Ich war nicht genervt oder gereizt (was aufgrund der Arbeit oft der Fall war), sondern konnte mich ruhig und gelassen auf meinem Platz auf das Gebet einstellen. Freré Alois hatte eine lange, berührende Rede gehalten und teilte den Ort des nächsten europäischen Jugendtreffen mit: BASEL. Als alle 7.000 Menschen anfingen zu klatschen und zu jubeln, fühlte ich mich wie auf Wolken, wie in einem Traum. So ein enormes Gemeinschaftsgefühl unter so vielen Menschen hatte ich noch nie verspürt. Die ganze Welt war in Frieden versammelt und freute sich. Menschen bzw. Jugendliche aus Europa, Amerika, Asien, Australien und Afrika saßen in einer großen Arena zusammen und strahlten wahren Frieden und wahre Gemeinschaft aus.

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Sa, 31.12

Das Frühstück war heute noch besser als sonst. Spiegeleier, Pürree, Wurst, Sauergurken, Marmelade und Brot. Nach dem Morgengebet sind wir mit Kai und Johnny ins COSTA COFFEE, wo ich mit meiner Familie skypte. Anschließend haben wir auf dem Weihnachtsmarkt den riganischen Glühwein getestet (bäh) und anschließend die atemberaubende Aussicht auf dem Turm der St. Peterskirche genossen.

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Nach einer kleinen Shoppingtour ging es zum Abendessen und Abendgebet. Zuhause angekommen, wurde uns von der lieben Familie sofort ein Glas Wein zum Anstoßen in die Hand gedrückt. Freundlich trinkt man mit. Keine gute Idee, da der Alkohol in Riga meiner Meinung nach besonders stark ist. Natja, mehr als dummes Gekicher ist nicht passiert. Dann ging es in die Stadt, wo wir uns mit Kai und Johnny trafen. In einem gemütlichen Pub quatschten wir noch etwas, bis wir auch schon zur Mitternachtsfeier starteten. Um 0 Uhr ging es dann schnell vor die Kirche, wo unzählige Knaller und Feuerwerke in die Luft flogen. „Happy New Year!!!“ Gleich danach begann das Fest der Nationen. Dies findet in allen teilnehmenden Gemeinden statt. Jedes vertretende Land macht auf dem Fest eine kleine Vorstellung. Dies kann z.B. ein Lied, ein Theater, ein Quiz oder ein Tanz sein. Leider verpassten wir unseren Auftritt, da unsere „Choreografin“ nicht auffindbar war :/ . Aber so ersparten wir den anderen unser peinliches rumgehoppel XD. Um  zwei Uhr gingen wir nach Hause, wo wir glücklich und müde im Land der Träume verschwanden.

So, 1. 01

Das neue Jahr hat begonnen! Morgengebet hatten wir heute nicht verpasst! Nach diesem gab es keine Gesprächsgruppen, sondern gingen wir gleich nach hause um zu packen. Mara, Baiba, Inta und Marta waren schon sehr fleißig beim Kochen und Vorbereiten des Mittagessens. Schließlich tauchten auch die TaizéGäste von Inta auf. Fünf Polinnen und zwei Österreicher (Kärntner). Das Mittagessen war bombastisch!

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Wir hatten jede Menge Spaß mit den anderen zu Quatschen und auch Oskars und Bruno mischten sich unter uns (zu Freuden aller hihi). Der Abschied tat weh. Die kleine Ruta umarmte uns fest und sagte: „I don’t want you to go!!“ Am liebsten wären wir noch länger geblieben… aber das ging ja leider nicht. Hoch und Heilig, Indianerehrenwort haben wir der goldigen Familie versprochen sie mal zu besuchen!

Boy oder Girl?

Schon ca. seit drei Jahren trudelt monatlich das Abo von National Geographic in unser Haus ein. Das Haupthema der heurigen Januarausgabe war Gender.

Ein Junge der plötzlich Frau werden will, ein Mädchen das plötzlich Mann sein will. Schon im Kindergarten oder in der Grundschule kannte ich viele Kinder, die sich nicht typisch wie Mädchen oder Jungen kleideten oder verhielten. „Die Sarah tut ja wie ein Junge! Obwohl sie ja ein Mädchen ist!“ oder „Der Tom der schminkt sich. Der ist wie ein Mädchen bäh!“ bekam man da zu hören. Oft ist dies nur eine vorübergehende Phase oft aber auch nicht. Die Kinder sind auf der Suche nach ihrer eigenen Identität.

Unsere Religionslehrerin in der Grundschule hatte kurze Haare, war sehr groß und kleidete sich männlich. Wenn ich zurückdenke. kann ich mich nicht daran erinnern, ob mich das ziemlich gestört hätte. Nein, es war mir eher egal. Sie war die coolste Lehrerin ever, brachte sogar einmal ihr Haustier mit in die Schule und nur das zählte. Einige Jahre später, mittlerweile war ich in der Oberschule, sah ich sie wieder. Mit Bart und tiefer Stimme. Wow, ich war überrascht. Nicht im negativen Sinne, sondern im positiven. Ich habe riesen Respekt vor ihm, dass er so einen langen Weg durchgezogen hat, trotz all der Intoleranz und oft auch Hass von Seiten der Gesellschaft.

Ein Fallbeispiel aus dem Artikel der National Geographic hat mich besonders fasziniert. Ein dreijähriger Junge wollte unbedingt ein Mädchen sein. Er verlangte von seiner Mutter, ihn wieder im Bauch aufzunehmen und zum Mädchen umzuformen. Natürlich war dies nicht möglich. Seine Mutter sagte ihm, er könne Junge bleiben und trotzdem Kleider tragen, mit Puppen spielen usw. Doch das wollte er nicht. Er wollte Mädchen sein! Mit 4 Jahren durfte er einen Mädchennamen wählen und besuchte als „Mädchen“ die Vorschule. Er war nun glücklich, das zu sein was er fühlte. [Quelle: National Geographic, Ausgabe Januar 2017]

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich im eigenen Körper nicht wohlfühlen, oder nicht dem Bild der Gesellschaft eines „normalen Menschen“ entsprechen, ist es meiner Meinung nach extrem wichtig, dass sie von allen Seiten unterstützt werden, Liebe erfahren und respektiert werden. Es spielt keine Rolle, wie sich ein Mensch kleidet, nennt, verhält usw., sondern die Person selbst, als einzigartiges Individuum steht im Mittelpunkt. Sie hat Recht darauf, sich, ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen.

Be what you want, be what you are, and make your dreams come true.

Taizé 17h

Südtirols Katholische Jugend (kurz SKJ) hat ein Wochenende ganz im Zeichen von Taizé organisiert. Am Samstag, 6. Mai, trafen sich 24 Jugendliche um 18 Uhr in Bozen um gemeinsam Taizé zu erleben. Drei Mädchen waren noch nie in Taizé, deshalb war diese Erfahrung besonders spannend für sie. Lustige Kennenlernspiele brachten Schwung in die Gruppe und beim gemeinsamen Abendessen tauschte man so manche gemeinsame Erfahrung in Taizé.

Anschließend wurde das Abendgebet veranstaltet. Es gab ein Open End, also konnte man solange weiterbeten und singen wie man wollte. Als es immer später wurde, sehnte sich trotzdem jeder ans Bett, bzw. an den Schlafsack. Um sieben Uhr weckten uns die Kirchenglocken des Bozner Doms und natürlich war auch das Frühstück wie in Taizé. (Der Tee war original aus Taizé) Nach den Gesprächsgruppen feierten wir mit der Bozner Pfarrgemeinde die heilige Messe mit.

Müde aber glücklich bin ich nun wieder zu Hause und kann ruhig und motiviert in eine stressige Woche starten 😉