Oh nuit

Oh nuit, würdest du nie zu Ende gehen,

so würden wir hier ewig weiterschweben.

auf Wolken sitzend Däumchen drehen,

händchenhaltend spazieren gehen,

Foxtrott unablen Jungen lernen,

die uns versprechen einen von tausend Sternen.

Die Zigarren benebeln leicht unser Denken,

wir legen das Glas an unsere Lippen, zuerst den Wein aufschenken,

er fließt unseren Rachen entlang in den Magen,

verursacht mit Zeit etwas Unbehagen,

wir tanzen, bis unsere Schuhe Löcher haben

und uns die Prinzen nach Hause tragen.

Oh nuit, würdest du nie zu Ende gehen,

so wäre es um mich geschehen.

 

Ein literarisches Experiment von Clara herself.

Bildquelle: pixabay.com

Die Sache mit dem Vergessen…

Um zehn Uhr abends klingelte das Telefon. „Hallo, könnt ihr mich zur Messe fahren?“ Nein, tut uns leid liebe Großtante aber es ist zehn Uhr nachts, und nein es ist auch nicht Sonntag. Ein anderes Mal ging sie einfach zu Fuß drei Kilometer aufwärts zur Kirche, um festzustellen, dass keine Messe statt fand.

Meine Großtante hat seit ungefähr drei Jahren Demenz. Eigentlich nichts schlimmes, wenn man bedenkt dass sie „erst“ 100 Jahre alt ist. Mit 90 hat sie sich einen nigelnagelneuen weißen Panda gekauft, der nach drei Jahren ziemlich demoliert aussah. Sie liebte es mit geschlossener Handbremse loszufahren, oder rückwärts auf Anhänger zu knallen, die immer „im Weg standen“. Nach fünf Jahren musste sie ihren Führerschein erneuern. Durchgefallen. „Diese Affen hatten dies absichtlich getan“, meint sie immer noch.  Sie lag einen Tag lang im Bett, weigerte sich aufzustehen bis sie nicht ihren Führerschein wieder in der Tasche hat. Ihr Leben brach ein wenig zusammen. So selbstständig wie sie immer war, wurde sie in ihrer Freiheit nun eingeschränkt. Sie widmete sich nun aber penibel der Hofarbeit, half beim Apfelpflücken, bei der Rebarbeit wie sie es immer schon getan hatte. Doch auch dies war mit der Zeit nicht mehr möglich. Ihre Demenz verschlimmerte sich nicht, sie wusste zwar nie ob sie zu Mittag gegessen hatte oder nicht, aber die zeitliche Verwirrung war nicht mehr so stark wie am Anfang. Nach dem Mittagessen kommt sie täglich zu uns, um einen Kaffee zu trinken. „Ich hatte einen Schlaganfall im Fuß! Und ich habe heute den grauen Star!“, hieß es für einige Wochen jeden Tag. Wir besserten sie aus, doch sie vergaß es wieder und wiederholte sich. Ich bin ein geduldiger Mensch, doch manchmal nervt mich ihre Vergesslichkeit. Meine Mutter ermahnt mich immer: „Sei doch sozial!“ Und ich maule zurück: „Ich bin immer sozial. Heute möchte ich einmal asozial sein!“

Ich finde Respekt gegenüber kranken und alten Leuten sehr wichtig. Doch muss man dabei auch auf sich selbst achten. Ich glaube jeder Mensch hat das Recht, einmal einen nicht so guten Tag zu haben. Deshalb ist es auch gerechtfertigt, wenn man nicht immer Lust hat sich mit gewissen Personen zu unterhalten. Doch dies bedeutet nicht, dass man die Person nicht mag, oder asozial ist. Man braucht einfach Tage oder Momente, wo man zornig, genervt oder wütend sein darf, besonders zu Hause. Habe ich solche Tage, dann hau ich immer ab. Ich verkrieche mich irgendwo und komm mit der Zeit auch wieder runter von meinem Ärger. Dann bin ich gerne wieder sozial und versuche meiner lieben Großtante mit Ruhe zu erklären, dass es nicht möglich ist, einen Schlaganfall im Fuß zu bekommen!

Träume

Die Herbstferien sind vorbei, der Schulalltag hat mich wieder eingeholt. Da kommt es schon vor, dass ich davon träume, dass ich das Maturajahr (=Abijahr) bereits hinter mir habe und irgendwo in Skandinavien durch die Wildnis stapfe oder in einem gemütlichen Café dort sitze und mit meiner besten Freundin Steffi die nächste Route plane. Ja, das ist nämlich mein Ziel. Mit dem Interrail Ticket durch Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark zu reisen. Um mir dieses Ziel heranzuziehen habe ich sogar einen Schwedisch Online Kurs begonnen… Jag heter Clara, jag är lycklig … und habe Backpackingtutorials auf Youtube angeschaut.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr etwas anstrebt, es euch gar nicht mehr aus dem Kopf gehen will und euch beinahe jeden Tag verfolgt?

Dieser Song lässt mich immer wieder träumen …

Roma

IMG_0529Rom, Haupstadt Italiens! Das war unser Ziel, als meine Klasse und ich vor ein paar Tagen um 5 Uhr in der Früh in den Zug stiegen. Unser Lehrausflug ging für einen Tag nach Rom.

Wir genossen den Ausblick auf einem sehr hohen Palast, dessen Namen ich leider vergessen habe.

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Der Trevibrunnen durfte natürlich auch nicht fehlen, und die 10 Cents in den Brunnen zu werfen, was bedeutet, dass man wieder nach Rom zurückkehren würde, war auch Pflicht ;D

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Dann ging es zum Pantheon, wo zwei Straßenmusiker in der warmen Sonne die Zuschauer begeisterten. Zu Mittag aßen wir in einem kleinen, feinen Restaurant. Die Hitze Roms hatte uns echt zu schaffen gemacht, weshalb wir Bärenhunger hatten! Nach Bruschettas und Hauptspeise bestellten wir uns noch eine Pizza Margerita, die wir uns zu viert teilten. Wenn wir Südtiroler unterwegs sind, sind Kellner meist verwirrt. Wir sprechen Italienisch, unter uns aber den Südtiroler Dialekt. So kommt es, dass wir sehr oft über unsere Herkunft befragt werden. So war es auch diesmal! Der Kellner war sehr freundlich und da wir unsere Tradition, in fremden Städten in Restaurants oder Cafés eine kleine Nachricht zu hinterlassen, beibehalten wollten, schrieben wir einen kleinen Gruß auf die Servietten 😉

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Nach unserer Mittagspause besichtigten wir das Parlament. Dann ging es zurück zum Bahnhof in den Zug nach Hause. Unser Tag in Rom war sehr kurz, ich fand es auch schade, dass wir es zeitlich nicht schafften das Colosseum zu besichtigen, aber nichts desto trotz war der Tag sehr schön und hat sich echt gelohnt! 🙂

Geschichten…

Auf einer Bank sitzend, vor ihm der Eiffelturm in der Nacht, rauchte er seine Zigarette. So liebte er es, die Arbeitstage ausklingen zu lassen. Als Küchenjunge arbeitete er nun schon seit einem Monat im Petit. Seine Unterkunft war ein kleines Zimmer im Dachgeschoss eines großen, gelbgestrichenen Hauses im Zentrum. Vielmehr konnte er sich mit seiner halbleern Brieftasche nicht leisten. Doch dieser tägliche Moment, vor dem Eiffelturm eine Zigarette zu rauchen, als viele andere bereits tief und fest schliefen, dieser Moment war für ihn unbezahlbar. Dies wird er eines Tages jemanden ezählen. Jemanden, der diese Geschichte sehr inspirierend  findet,  sich vielleicht auch an diesen Moment sehnt und sie eines Tages aufschreiben wird.

Düsteres Wetter

Ich saß im Klassenraum, zweite Bankreihe dritter Platz von links. Die Luft war stickig, 22 Schülerinnen auf gefühlten 3 Quadratmetern. Gruppenarbeit zum Thema Pädagogik in der Antike… statt auf dem Papier, lag mein Blick in der Ferne. Auf den im Wind schwingenden Ästen des Nussbaums, der sich auf der anderen Straßenseite befand. Durch die großen Fenster im Raum, hatte man freie Sicht auf den alten Baum, der in den Himmel ragte. Wie schön es anzusehen war! Grauer Himmel und die grünen Blätter an den dürren Ästen. „Ich liebe dieses Wetter!“, sagte ich zu Steffi. Sie brummte nur und meinte, sie freue sich darauf, bis endlich die Sonne wieder zum Vorschein kommen würde. Ich mag das Wetter, wie es heute war beinahe am Liebsten. Bei diesem Wetter kann ich so richtig gut träumen, in Gedanken schweifen und dann habe ich das Bedürfnis zu schreiben! Schon seltsam, wie Naturgeschehen auf die Menschen wirken.

Veränderungen

Jeder Mensch einer Gruppe ist ein wichtiger Teil davon. Jeder einzelne Mensch trägt dazu bei, dass die Gruppe so ist, wie sie ist. Verlässt ein Mensch die Gruppe, oder enttäuscht alle anderen, so ändert sich die Stimmung der Gruppe.

Ein Mensch hat Unruhe in eine Gruppe gebracht. Durch einen großen Fehler ist er nicht mehr Teil dieser Gruppe. Die Gruppe ist nun anders. Sie hält mehr zusammen, sie ist ruhiger.

In meinem Umfeld ist dies gerade erst geschehen. Es war ein emotionaler Ausnahmezustand. Doch wie es jetzt ist, so ist es gut. Ich fühle mich in dieser neuen Gruppe wieder richtig wohl.

Habt ihr auch Ähnliches erlebt? Dass sich eine Gruppe durch das Fehlen eines Mitglieds komplett verändert hat?