ways to taizé

In drei Tagen geht es los nach Burgund. Im kleinen Dörflein Taizé befindet sich die Communauté de Taizé, eine ökumenische Gemeinschaft. Wöchentlich werden dort Treffen für Jugendliche veranstaltet. Wie auch zu Ostern. Es treffen sich um die 8.ooo Jugendlichen aus ganz Europa, um gemeinsam das Osterfest zu feiern. Zusammen mit drei friends werde ich auch nach Taizé fahren. Zwei von ihnen waren noch nie dort. Sie haben besonders große Vorfreude, da sie noch keine Ahnung haben wie es dort wirklich sein wird. Ich weiß wie es sein wird, und kann den Tag der Abreise nicht erwarten. Endlich mal wieder eine kleine Pause vom stressigen Alltag ;D

To Travel | Interview

Während meiner Reise nach Lissabon habe ich zahlreiche Leute aus aller Welt bei einer Pubtour kennengelernt. Einer davon war Scott, 21 Jahre alt aus Kanada. Er ist als Backpacker unterwegs. Es war sehr interessant mich mit ihm über Reisen zu unterhalten und später stellte ich ihm einige Fragen die ich mit meinen Lesern teilen möchte 😉

On my trip to Lisbon i met several people from all over the world during a Pubtour by night. One guy i met was Scott, 21 years old from Canada. He’s a backpacker. It was really interesting to talk with him about traveling and later I asked him some questions which I wanna share with my readers 😉

What do you like about traveling?

I could probably go on forever to fully answer that question, but I think what I like the most is just the un expected, not knowing what will happen or who you will meet, especially traveling alone.

Why and when did you decide to travel to Europe?

Before I came to Europe I was dating a girl in Canada for a few years and when we broke up I wanted a change of scene so I ended up buying a one way ticket to Spain.

How did you plan your trip?

Not a lot of planning went into this trip to be honest, I knew I always wanted to go to Barcelona, so I bought a plane ticket and haven‘ t been planning more than one or two days ahead since.

What do you enjoy more: to travel with friends,… or on your own?

For me it depends on the trip, for a long term trip like I’m doing now I prefer to be alone, but for shorter trips or road trips I like to do it with a solid group of friends.

What was your favorite, most beautiful experience you made on your trip so far?

Though question for sure, I just got back yesterday from a couple days in the desert in southern morocco with another girl I met in Lisboa, that was pretty rad.

What was the most difficult situation?

Hmm I’m not sure, I guess I have been pretty lucky so far!

Have you noticed any big differences between Canada and Europe (Spain, Portugal…)?

The biggest difference for me would probably be alcohol, it was crazy to me seeing people drinking on the streets and in the squares, that doesn‘ t fly in Canada.

Which is your favorite city/country?

I would probably say Barcelona… Barcelona has everything haha

P.S. Ich ließ den Text auf Englisch, also original wie Scott mir die Antworten zusandte…

Lissabon

Meine Abireise führte mich nach Lissabon! Es war wunderschön, am Liebsten würde ich in die wunderbare Stadt zurückreisen. Ich habe so viele wunderbare, tolle Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt, die ich nun in einem kleinen Reisebericht mit euch teilen möchte!

Am Montag, 12. Februar 2018, ging es für uns 20 Mädels (ja, nur Mädchen) um 11 Uhr vormittags mit dem Bus los, bis zum Flughafen Mailand/Bergamo. Von dort aus flogen wir mit Ryanair nach Lissabon! Es war der erste Flug meines Lebens und so war ich furchtbar aufgeregt. Der ganze Stress war echt nichts für mich! Da fahre ich lieber Zug ;D.

Die fünf Tage verbrachten wir im HUB Hostel Patio. Ich muss sagen, so ein schönes Hostel habe ich noch nie gesehen! Die Klasse teilte sich auf drei Zimmer auf. Das 8er-Zimmer verfügte über sehr gemütliche Betten und eigenem Minibadezimmer mit Dusche und Toilette. Frühstück war lecker, aber nicht so vielfältig wie wir es in Italien gewohnt sind. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

Am nächsten Tag (Dienstag) machten wir eine Sightseeing Tour mit einem Hop on – Hop off Bus. Ich habe mich sofort in diese Stadt verliebt. Die bunten Häuser mit Fliesenfassaden, die manchmal engen, hügeligen Straßen, die Aussicht. Es war einfach wunderschön!

Mittags war es sehr schwierig ein Restaurant zu finden, da fast alles geschlossen war (auf Grund des Feiertages). Doch schlussendlich fanden wir ein nettes einheimisches Restaurant Rio Grande in der Pink Street, wo wir wunderbar aßen und Tipps von einem deutschen Touristen bekamen.

Nachmittags fuhren wir mit einem TukTuk zum Castelo de S. Jorge wo wir atemberaubende Aussicht auf die Stadt hatten!


Abends gingen wir als Klasse in zwei Pubs (einer hieß Pensao Amor) und nach einem „Zwei-Uhr-Morgens-Snack“ bei MCDonalds gings wieder nach Hause ;D

Am nächsten Tag (Valentinstag) waren wir sehr müde, aufgrund der nächtlichen Tour am Vortag und beschlossen uns im Parque Eduardo VII  unter Orangenbäumen etwas auszuruhen 😉 Mittags nutzten wir mal wieder ein TukTuk und fuhren zum Restaurant Casa da Ìndia. Nach langer Wartezeit (Portugiesen darf man nicht stressen) bestellten wir unser Essen. Ich probierte die typische Brotsuppe (Alentejo), die den anderen gar nicht schmeckte, ich fand sie okay. Der Grillteller und die Fischgerichte waren sehr große Portionen. Dies liegt meiner Meinung daran, dass viele Arbeiter in diesem Restaurant aßen und diese brauchten nun mal ein ordentliches Mittagessen 😉


Nachmittags trafen wir uns mit der Klasse am Elevador De Santa Justa. (die Fahrt kostete 5,13€ ) Der Ausblick war wow!


 

Abends wollten Steffi und ich unbedingt ausgehen. Keiner hatte Lust und so beschlossen wir auf eigene Faust loszugehen. Am Montag kam die liebe Petya im Hostel vorbei. Sie ist ein Guide der PubCrawlLisbon und wollte uns zum gemeinsamen Feiern einladen. Die Guides der PubCrawl sammeln jeden Abend feierlustige junge Leute in den Hostels ein. Dann geht es los durch drei Pubs und anschließend in einem Club. Montags waren wir zu müde und so beschlossen wir am Valentinstag der PubCrawl zu folgen ;D Auf dem Weg hin begegneten wir Marta und ihrer Bekannten, zwei Musikerinnen aus Lissabon und Brasilien, und sangen mit ihnen zusammen in der U-Bahn!

Mit PubCrawl feiern zu gehen kann ich nur empfehlen! In einer Stadt wo man sich nicht so gut auskennt und nur zu zweit oder alleine auf Reisen ist, gibt es nichts tolleres als mit einer Gruppe unterwegs zu sein! Man lernt Leute von der ganzen Welt kennen… zum Beispiel Scott aus Kanada, William aus Brasilien, Pablo aus Angola und Leute aus Portugal, Österreich, Großbritannien…
Am nächsten Tag waren wir beide erstaunlich fit, dies lag vielleicht an den sehr gemütlichen Betten des Hostels! Vormittags fuhren wir mit der Metro nach Belém. Drei von unsrer kleinen Truppe sahen sich ein technologisches Museum an, während Steffi, eine andere Mitschülerin und ich gemütlich im Café neben dem Torre de Belém einen Kaffee tranken und ein Brötchen aßen. Etwas später trafen wir uns sechs in einem Supermarkt, um anschließend auf einem kleinen Platz zu picknicken. Zusammen mit der Klasse sahen wir uns den Torre de Belém nur von außen an und fuhren mit Taxis über die große Brücke zur Cristo Rei Statue. Für 5€ kann man mit einem Aufzug die Statue hochfahren und hat wieder ein wunderbares Panorama über die Stadt. Der nette Taxifahrer fuhr uns dann nach Hause zurück bis vor die Tür des Hostels.


Den letzten Tag in Lissabon wollten wir so gemütlich wie möglich gestalten. Wir packten die Koffer, verstauten sie im Luggage-Raum des Hostels und schlenderten durch die Stadt bis zum Flussufer, wo wir gemütlich picknickten. Per Zufall trafen wir auf Andrea, einer Tuktuk-Fahrerin, die uns auf eine Stadtrundfahrt mitnahm. 50€ insgesamt für eine Stunde, wobei wir bis zum Schluss 2 1/2 Stunden mit ihr unterwegs waren und  nur 70€ zahlten! Ich kann so eine Tuktuk – Rundfahrt in Lissabon nur empfehlen! Man erfährt so interessante Dinge! Beispielsweise besuchten wir zusammen mit Andrea ein Hostel, das eigentlich für „Nicht-Gäste“ nicht zugänglich ist, und hatten von einer erhöhten Terasse aus eine wunderschöne Aussicht. Andrea erklärte uns auch, dass bei wichtigen Plätzen, Gebäuden oder Orten, die Straßenlaternen immer acht Fensterchen haben. In ärmeren Vierteln haben die Laternen nur vier Fensterchen. Zudem brachte sie uns zu seinem versteckten Souvenirladen, wo es Ginja Sem Rival Likör gab. Dies ist ein typischer Likör von Lissabon. Er schmeckt leicht nach Hustensaft (sehr lecker) und wird aus Schokoladengläsern getrunken, die man nach dem Trinken isst. Schmeckt super! Zum Schluss fuhr uns Andrea noch einmal in die Innenstadt zu einem Shop, wo es die typischen Pastéis de Belém zu kaufen gab. Wir waren sogleich von diesem köstlichen Gebäck begeistert! (Teig, Vanillecreme, Zimt und Staubzucker obendrauf). Andrea war so lieb und fuhr uns direkt nach Hause zum Hostel. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch jede Menge Spaß, da wir immer wieder im Stau steckten und irgendwelche Männer aus Rumänien mit uns zu sprechen versuchten. Es war einfach zu lustig, man sitzt in einem Tuktuk und spricht mit Leuten die auf der Straße gerade unterwegs sind!

Es hieß auch schon Abschied nehmen von der schönen Stadt Lissabon und so flogen wir mit zahlreichen Erfahrungen und Erlebnissen bereichert zurück nach Italien.


Petya hatte ein Tattoo: Saudade. Saudade ist ein portugiesisches Wort und bedeutet soviel wie etwas oder jemanden sehr sehr sehr zu vermissen. Ich glaube dieses Wort ist ab dieser Reise mein Lieblingswort 😉

Fazit:

Die Stadt Lissabon ist echt sehenswert! Man kann so viel entdecken und wird von Eindrücken nur so überschwemmt! Die Menschen hier sind unendlich freundlich und hilfsbereit. Alle scheinen jeden Tag die beste Laune zu haben! Zudem lohnt es sich auch finanziell. Taxi, Lebensmittel und Getränke sind extrem billig (auch Alkohol! Bier 2€, Shots 2€, Long Drinks 4€). Solche Preise sind wir hier in Italien zumindest nicht gewohnt!

 

 

(P.S. In Südtirol macht man die Abireise immer im Frühjahr vor dem Abschluss ;D)

 

Roma

IMG_0529Rom, Haupstadt Italiens! Das war unser Ziel, als meine Klasse und ich vor ein paar Tagen um 5 Uhr in der Früh in den Zug stiegen. Unser Lehrausflug ging für einen Tag nach Rom.

Wir genossen den Ausblick auf einem sehr hohen Palast, dessen Namen ich leider vergessen habe.

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Der Trevibrunnen durfte natürlich auch nicht fehlen, und die 10 Cents in den Brunnen zu werfen, was bedeutet, dass man wieder nach Rom zurückkehren würde, war auch Pflicht ;D

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Dann ging es zum Pantheon, wo zwei Straßenmusiker in der warmen Sonne die Zuschauer begeisterten. Zu Mittag aßen wir in einem kleinen, feinen Restaurant. Die Hitze Roms hatte uns echt zu schaffen gemacht, weshalb wir Bärenhunger hatten! Nach Bruschettas und Hauptspeise bestellten wir uns noch eine Pizza Margerita, die wir uns zu viert teilten. Wenn wir Südtiroler unterwegs sind, sind Kellner meist verwirrt. Wir sprechen Italienisch, unter uns aber den Südtiroler Dialekt. So kommt es, dass wir sehr oft über unsere Herkunft befragt werden. So war es auch diesmal! Der Kellner war sehr freundlich und da wir unsere Tradition, in fremden Städten in Restaurants oder Cafés eine kleine Nachricht zu hinterlassen, beibehalten wollten, schrieben wir einen kleinen Gruß auf die Servietten 😉

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Nach unserer Mittagspause besichtigten wir das Parlament. Dann ging es zurück zum Bahnhof in den Zug nach Hause. Unser Tag in Rom war sehr kurz, ich fand es auch schade, dass wir es zeitlich nicht schafften das Colosseum zu besichtigen, aber nichts desto trotz war der Tag sehr schön und hat sich echt gelohnt! 🙂

Riga. Silvester 2016/17

Kurze Anmerkung:

Nun folgt endlich mein abschließender Bericht für Riga. Während der Reise regelmäßig zu bloggen war zeitlich oft ein Problem und so werde ich jetzt einen zusammenfassenden Reisebericht schreiben! (besser spät als nie) 🙂 Ich schreibe sehr ausführlich, damit Leser, die vielleicht Interesse an Taizé haben, sich ein Bild von so einer Reise machen können. (Zu beachten ist, dass unsere Reise ziemlich viele Fails beinhaltete, welche nicht jedem passieren)

Für meine beste Freundin Steff und mich ging es dieses Silvester ab nach Riga. Genauer zum europäischen Taizé-Jugendtreffen. Von einem Katholischen Verein Südtirols wurde die Fahrt nach Riga organisiert. So fuhren wir gemeinsam mit ca. 40 weiteren jungen Leuten aus Südtirol los. 26 Stunden im Bus, Zwischenstopp in Warschau und weiter bis nach Riga.

Mi, 28.12.

In Riga angekommen, wurden wir von Freiwilligen in den verschiedenen Pfarrgemeinden aufgeteilt und zudem von einem enormen Schneesturm überrascht. Meine BF Steff, unsere Begleitperson Moni und ich wurden bei einer reizenden Gastfamilie untergebracht. Die Familie bestand aus den Eltern Uldis und Mara, ihren drei Töchtern Marta, Baiba und Inta (ca. 24, 27 und 35 Jahre alt) und Baibas zehnjähriger Tochter Ruta. Die Gastfreundschaft dieser Familie übertraf alles. Sie sprachen alle sehr gut Englisch, so hatten wir keine Probleme mit der Verständigung. (Andere aus unserer Gruppe waren z.B. in einer Familie, die nur Lettisch konnte).

Marta gab uns am ersten Tag eine kleine Stadtführung. Als erstes zeigte sie uns eine orthodoxe Kirche, die sie als kleines Kind oft besucht hatte und erzählte uns etwas von ihrem lutherischen Glauben.

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Marta nahm uns auch mit zum Central Market, dem großen Markt in Riga, wo man wirklich alles kaufen kann. Von Alkohol, Käse und Wurst bis zu Souvenirs, Gemüse, Obst und Wollsocken. Marta ging bald wieder nach Hause. So schlenderten wir auf eigene Faust noch durch die Stadt und machten uns mit Johnny und Kai, die auch aus Südtirol sind, auf den Weg in die Arena Riga, wo das Abendessen und das Abendgebet stattfand.

 

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Da wir uns für die freiwillige „Arbeit“ gemeldet haben, wurde uns eine Aufgabe im „ChurchTeam“ erteilt. Ziel war es, dass die Menschen die zum Gebet kamen, zuerst die Grundfläche der Halle füllten und erst wenn diese voll war, sich auf die Tribünen aufteilten. Tja, nun war es unser Job, den Menschen dies klar zu machen. Dies ist wirklich keine einfache Aufgabe, da 99% echte Sturköpfe waren und einfach nicht auf uns hörten. „Please go to the groundfloor“, sagte ich freundlich. Die Antwort: „No“. Dem Verzweifeln nahe wurden wir, als das Abendgebet begann, erlöst und fielen zwei Stunden später erschöpft in die Betten.

 

Do, 29.12.

Wir hatten verschlafen. Dies bedeutete, dass wir das Morgengebet komplett verpasst hatten. Doch für das wunderbare Frühstück (9 Spiegeleier, Brot und Tee) ließen wir uns noch Zeit. Nach dem Morgengebet trafen sich die Menschen in kleinen Gesprächsgruppen. Steff und ich waren mit Johnny, Elisabeth (ebenfalls aus Südtirol) und fünf Mädels aus Polen in einer Gruppe. Nach dem Gespräch schlurften wir nach Hause und ruhten uns ein wenig aus. Anschließend ging es wieder in die Altstadt, wo wir Souvenirs kauften und eine Stunde lang das HardRockCafé suchten, was in Riga gar nicht existierte. Wir trösteten uns auf dem Platz vor dem Dom mit köstlichen Pancakes mit Marmelade / Schokolade und Banane.

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In Riga gibt es eine riesige Bibliothek. Sie umfasst sieben Stöcke und ist einfach wunderschön! Ein nicht enden wollender Traum einer jeden Leseratte.

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Als wir die Bibliothek verließen, fiel mir sofort ein junger Mann auf, der immer wieder in unsere Richtung sah und komisch grinste. Er war uns regelrecht auf den Fersen. „Ey Leute was will der Depp von uns?“, sagte ich zu Steff und Moni. Plötzlich sagte der Mann: „Ah ihr redet Deutsch?“ Facepalm alla grande. Wir Südtiroler haben unseren eigenen Dialekt und Willy aus Berlin hatte die Gabe uns zu verstehen. Wie peinlich. Wir kamen ins Gespräch und landeten bei einer Diskussion über Freiwild, wobei wir geteilte Meinungen hatten.

Auch heute abend war unsere Arbeit wieder ziemlich nervenauftreibend, aber durch das Gebet verflog der Stress. Auf dem Heimweg haben wir einige Leute aus unser großen Südtirolergruppe getroffen. Das Quatschen bei Kälte im Freien wurde mit der Zeit unangenehm und so suchten wir in der Altstadt eine Bar. So kam es, dass wir wenige Minuten später im Rock Café standen, dem wohl coolsten Café, was ich je gesehen habe. Ein gemütlicher Abend mit analkoholischen Drinks und zahlreichen interessanten Gesprächen, neigte sich dem Ende zu. Doch bei unserer Familie angekommen, sollte er noch mindestens zwei Stunden anhalten.

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Steff ging Zähneputzen. Moni und ich saßen im Zimmer, als Baiba hereinkam. „Hi girls! Do you want to see the ratbath?“ Ich verstand Bahnhof. „Are you afraid of rats?“ Ich antwortete: „No. I’m not afraid!“ und folgte ihr. Ich dachte an eine Ratte, die irgenwo in der Wohnung aufgetaucht war und nun zu entsorgen galt. Nein. Falsch gedacht. Baiba öffnete die Badezimmertür und … Steff badete zwei Ratten. Oskars und Bruno, die Haustiere der Familie. Zudem hatte die Familie eine (böse) Katze.

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Fr, 30.12

Wir haben wieder verschlafen. Jedoch bekamen wir noch eine Viertelstunde des Gebets mit. In der Gesprächsgruppe kam es nicht wirklich zu einem Gespräch. Ich glaube es waren alle einfach zu müde. Nach einem kurzen Mittagessen fuhren Seff, Moni und ich mit Johnny ans Meer. Wir hatten riesen Spaß und waren total entsetzt, als eine Frau im eiskalten Wasser schwimmen gegangen war.

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Nach einem heißen Capuccino ging es wieder zurück in die Stadt. Diesmal haben wir uns vor der Arbeit gedrückt (sehr böse von uns). Ich hatte zwar schlechtes Gewissen, aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Das erste Mal konnte ich das Gebet so richtig genießen. Ich war nicht genervt oder gereizt (was aufgrund der Arbeit oft der Fall war), sondern konnte mich ruhig und gelassen auf meinem Platz auf das Gebet einstellen. Freré Alois hatte eine lange, berührende Rede gehalten und teilte den Ort des nächsten europäischen Jugendtreffen mit: BASEL. Als alle 7.000 Menschen anfingen zu klatschen und zu jubeln, fühlte ich mich wie auf Wolken, wie in einem Traum. So ein enormes Gemeinschaftsgefühl unter so vielen Menschen hatte ich noch nie verspürt. Die ganze Welt war in Frieden versammelt und freute sich. Menschen bzw. Jugendliche aus Europa, Amerika, Asien, Australien und Afrika saßen in einer großen Arena zusammen und strahlten wahren Frieden und wahre Gemeinschaft aus.

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Sa, 31.12

Das Frühstück war heute noch besser als sonst. Spiegeleier, Pürree, Wurst, Sauergurken, Marmelade und Brot. Nach dem Morgengebet sind wir mit Kai und Johnny ins COSTA COFFEE, wo ich mit meiner Familie skypte. Anschließend haben wir auf dem Weihnachtsmarkt den riganischen Glühwein getestet (bäh) und anschließend die atemberaubende Aussicht auf dem Turm der St. Peterskirche genossen.

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Nach einer kleinen Shoppingtour ging es zum Abendessen und Abendgebet. Zuhause angekommen, wurde uns von der lieben Familie sofort ein Glas Wein zum Anstoßen in die Hand gedrückt. Freundlich trinkt man mit. Keine gute Idee, da der Alkohol in Riga meiner Meinung nach besonders stark ist. Natja, mehr als dummes Gekicher ist nicht passiert. Dann ging es in die Stadt, wo wir uns mit Kai und Johnny trafen. In einem gemütlichen Pub quatschten wir noch etwas, bis wir auch schon zur Mitternachtsfeier starteten. Um 0 Uhr ging es dann schnell vor die Kirche, wo unzählige Knaller und Feuerwerke in die Luft flogen. „Happy New Year!!!“ Gleich danach begann das Fest der Nationen. Dies findet in allen teilnehmenden Gemeinden statt. Jedes vertretende Land macht auf dem Fest eine kleine Vorstellung. Dies kann z.B. ein Lied, ein Theater, ein Quiz oder ein Tanz sein. Leider verpassten wir unseren Auftritt, da unsere „Choreografin“ nicht auffindbar war :/ . Aber so ersparten wir den anderen unser peinliches rumgehoppel XD. Um  zwei Uhr gingen wir nach Hause, wo wir glücklich und müde im Land der Träume verschwanden.

So, 1. 01

Das neue Jahr hat begonnen! Morgengebet hatten wir heute nicht verpasst! Nach diesem gab es keine Gesprächsgruppen, sondern gingen wir gleich nach hause um zu packen. Mara, Baiba, Inta und Marta waren schon sehr fleißig beim Kochen und Vorbereiten des Mittagessens. Schließlich tauchten auch die TaizéGäste von Inta auf. Fünf Polinnen und zwei Österreicher (Kärntner). Das Mittagessen war bombastisch!

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Wir hatten jede Menge Spaß mit den anderen zu Quatschen und auch Oskars und Bruno mischten sich unter uns (zu Freuden aller hihi). Der Abschied tat weh. Die kleine Ruta umarmte uns fest und sagte: „I don’t want you to go!!“ Am liebsten wären wir noch länger geblieben… aber das ging ja leider nicht. Hoch und Heilig, Indianerehrenwort haben wir der goldigen Familie versprochen sie mal zu besuchen!