Second Hand

Next level to sustainable Lifestyle!

Mein nächster Schritt zu einem nachhaltigerem Lifestyle ist: Second Hand Kleidung! Ja, ich habe mir vorgenommen, den Konsum von Kleidung aus Fast Fashion Geschäften absolut zu vermeiden. Online Shopping habe ich sowieso noch nie gemacht, da ich immer totale Paranoia habe, meine persönlichen Daten im Netz zu verwenden.

Vor kurzem habe ich im alten Kleiderschrank meiner Mutter gekramt und einige tolle Teile gefunden, die ich nun entweder schon getragen habe oder kürzen/umschneidern lassen werde. Meine Mutter trägt all diese Kleider nicht mehr, mir gefallen sie super und warum sollten sie in alten Schränken verstauben und von Motten zerfressen werden? Warum sollte ich mir Fast Fashion Ware kaufen, wenn ich eine kleine „Boutique“ direkt zuhause habe?

Fast Fashion ist ein weiterer offensichtlicher Beweis für unsere Wegwerfgesellschaft. Jährlich werden in allen Modelabeln mehrere neue Kollektionen rausgebracht, Millionen von Textilien werden produziert, nicht alle davon werden gekauft und wiederum weggeschmissen. Zudem kommen schlechte Arbeitsbedingungen und unzählige Chemikalien bei der Produktion dieser Textilien dazu.

Es fängt beim Pflücken der Baumwolle an. Vor einigen Wochen habe ich eine Doku zu diesem Thema gesehen. Es hat mich erschüttert, dass unsere Kleidung durch Zwangsarbeit in Usbekistan entsteht und Produzenten, die ebendiese Baumwolle verwenden, bei Interviews auf keine Frage direkt eingehen und nur belanglose, nicht themenbezogene Antworten geben.

Dieses „Wegschauen“ und Ignorieren ist schrecklich, trotzdem macht es jeder, indem er bei Fast Fashion Labels einkauft.

Plastiktüten und Gemüse

Gemüse und Obst ist sehr gesund und steht bei meinem Speiseplan ganz oben. Doch was mir immer mehr aufgefallen ist: Gemüse und Obst sind oft unnötig in Plastik verpackt. Die Bananen aus Irgendwo sind unverpackt, Bio Bananen jedoch in der Styroporschale plus Plastikverpackt.

Ich suchte nach unverpackten Gemüse und fand es. In einem Eurospar in Bozen, der auf dem Nachhauseweg von der Arbeit meiner Mutter liegt. So holt sie vor dem Heimweg noch etwas Gemüse – unverpackt! Sie wiegt es ab, legt es ohne Plastiksäckchen in den Einkaufswagen und klebt das Preisschild, welches die Waage ausspuckt auf das jeweilige Gemüse. Die Reaktion der KassiererInnen: einige sind genervt, doch wieder andere sind sehr positiv zur Plastikvermeidung eingestellt.

Wie transportiere ich das Gemüse?

In einem Unverpacktladen unserer Stadt kaufte ich vor kurzem ein Einkaufsnetz, das sich besonders gut für Gemüse eignet. Letzteres wird nicht eingequetscht und hat genug Luft zum Atmen. Zudem kann man an der Kasse schnell und übersichtlich zeigen welches Gemüse man eingepackt hat und die Preisschilder auch separat „abgeben“. Die Kassiererin hatte überhaupt kein Problem damit, lächelte mich zustimmend und freundlich an. Denn im Grunde wird ihre Arbeit dadurch ja keineswegs behindert oder verlangsamt und wir tun alle etwas Gutes für die Umwelt. Denn Plastik schwimmt schon viel zu viel in den Meeren herum 😉

Der Weg zur Nachhaltigkeit

… ist steinig und schwer? Nein, eigentlich nicht. Man kann mit vielen kleinen Schritten etwas zur Nachhatigkeit beitragen. Trotzdem werden von Hygienevorschriften usw. Steine in den Weg zur Nachhaltigkeit gelegt.

Letztens wollte ich beim MPreis in unserem Dorf Schinken kaufen. Ich fragte, ob sie mir den Schinken in meine Tupperware Dose geben kann. Antwort: „Nein, wir dürfen es NOCH nicht. Hygienevorschriften…“ Und ich hoffe bald. Denn bei Fleischwaren wird mit Müll nur so durch die Gegend geworfen. Ein Blatt Papier mit Folienbeschichteung, dann die Folien nach jeder Schicht Schinken, dann nochmal Papier mit Folienbeschichtung drüber. Müll hört nicht auf. Bis Vorschriften geändert werden.

Diese Steine im Weg zur Nachhaltigkeit verschwinden nicht sofort. Doch der Wille zählt. Indem man versucht WENIGER Müll zu prodouzieren, WENIGER Auto zu fahren, WENIGER Strom zu verbrauchen und WENIGER zu verschwenden. Denn wenn jeder und jede ein bisschen REDUZIERT, so macht das bis zum Schluss etwas Großes aus!

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist zurzeit ein großes Thema in meiner Familie und beinahe tägliches Tischgesprächsthema. Ob Recycling, Plastik, Auto – über alles wird ordentlich diskutiert und argumentiert. Und dabei kommen wir immer zu einem Schluss: wir wollen etwas ändern, wir wollen besser auf unseren Lifestyle und seine Auswirkungen auf die Umwelt achten. Und wie? Es zählen die kleinen Schritte:

  • wir benutzen nur noch Stofftaschen beim Einkauf und wenn wir keine dabeihaben, laden wir einfach den gesamten Einkauf ins Auto.
  • wir kaufen nur unverpacktes Gemüse
  • wir kaufen keine Produkte, die unnötig in Plastik verpackt sind
  • ich fahre immer mit dem Fahrrad bis zur ca. 1km entfernten Bushaltestelle, um in die Stadt oder in andere Dörfer zu gelangen
  • ich habe gern meinen Bambus Coffee to go Becher mit, der ohne weiteres in Cafés angenommen wird.
  • usw.

Ich möchte eine Themenreihe starten und in Blogbeiträgen Beispiele zur Nachhaltigkeit packen. Dazu gehören natürlich vorallem Beispiele, die ich selbst lebe oder getestet habe! Viel Spaß! 😉

 

Bildquelle: Pixabay

WIR und unsere Zukunft

Heute habe ich am #fridaysforfuture Streik gegen den Klimawandel in Bozen teilgenommen. Ich habe mir die Tage vorher wirklich gut überlegen müssen, ob ich am Streik teilnehmen möchte oder nicht. Warum? Einfache Antwort. Ich fand einige Forderungen schlicht und einfach widersprüchlich. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“ wurde beispielsweise von unzähligen Jugendlichen gerufen. Ich finde es sehr gut, dass so viele Jugendliche sich für ihre Zukunft auf diesem Planeten interessieren und engagieren. Doch an wen richtet sich dieser Ruf? An die Politiker?

Wer ist für das Aussterben von unzähligen Tierarten aufgrund Rodung, und komplett verkehrten Klimaverhältnissen veranwortlich? Nein, nicht nur Politiker die „nichts“ machen, nein, nicht nur Produzenten von umweltschädlichen Produkten, sondern wir alle.

WIR ALLE sind für den Klimawandel verantwortlich.

Und deshalb zerstören WIR SELBST uns unsere Zukunft.

All die Dinge, die den Klimawandel fördern, werden durch uns in Bewegung gehalten. Wir Konsumenten kaufen Billigware deren Produktion Unmengen von CO2 ausstößt, wir alle benutzen Plastiktüten oder kaufen Produkte die in Plastik verpackt sind, wir alle heizen zu Hause zu viel und würden einen Winter ohne warme vier Wände nie aushalten.

Wie können wir den Klimawandel bremsen?

Indem wir NEIN zu umweltschädlichen Produktionen und Angeboten sagen, denn erst dann ist eine Veränderung möglich. Wenn wir heute streiken und morgen plastikverpackte Produkte kaufen, jeden Meter mit Auto anstatt Fahrrad oder Öffis zurücklegen, dann legen wir uns und unserem Weg zu einer besseren Zukunft selbst Steine in den Weg! Wir sind die Zukunft, wir müssen auf einem zerstörten Planeten unsere Generation weiterführen.

Die gesamte Menschheit ist Schuld an der Situation unseres Planeten, deshalb muss jede einzelne Person ihre Lebensweise reflektieren. Lebe ICH umweltbewusst? Lebe ICH nachhaltig? Oder versuche ich es zumindest? Wir müssen bei uns anfangen. Wenn wir etwas verändern, wenn wir es versuchen „zerowaste“ oder mindestens „lowwaste“ zu leben, ja dann haben wir eine Chance den Klimawandel zu stoppen. Dann haben wir die Chance, dass sich die hohen Tiere unserer Gesellschaft uns anschließen. Streiken wir für mehr Umweltbewusstein, denn vor den effektiven Taten müssen wir uns alle bewusst sein, dass die Zukunft unserer lieben Mutter Erde alles andere als rosig aussieht.

 

Bildquelle: Pixabay

Rettet die Wale

Durch die Instagram-Story von Bloggerin DariaDaria bin ich auf Fakten gestoßen, die mich wirklich schockiert haben.

Seit Monaten werden knapp 100 Orcas und Belugas in kleinen Becken vor der Küste des Ochotskischen Meeres gefangen gehalten. Die Tiere sollen an chinesische Delfinarien verkauft werden. ~ Website Greenpeace

Einige der Tiere sind bereits gestorben. Eine besondere Gefahr für sie ist die zunehmende Kälte. Das Wasser um die Becken friert, was lebensgefährlich für die Wale ist. Greenpeace hat eine Petition gestartet, die ich sofort unterzeichnet habe. Meiner Meinung ist jeder kleine Schritt besser, als nichts zu tun.

Die Gefangenschaft dieser Orcas und Belugas ist unendlich schrecklich. Ihnen wird jeglicher Funken Freiheit einfach so genommen, von Menschen die sich wahrscheinlich einbilden ihr Handeln sei legitim oder normal. Normal ist solches Verhalten absolut nicht. Orcas stehen auf der roten Liste, d.h. sie sind vom Aussterben bedroht. Wenn dieser Ort, dieses Gefängnis der Wale noch weiter existiert, wird das Aussterben dieser wunderschönen Tiere sicher nicht verhindert.

DU kannst helfen, ebendiese Wale zu retten, auf dieses Gefängnis aufmerksam machen, indem du…

HIER

…unterschreibst. Es dauert maximal zwei Minuten und vielleicht kann Großes erreicht werden! Jeder kleine Schritt zählt. Rettet die Wale!

 

 

Warum mir diese Petition wichtig ist: in den Medien werden wir von jedem „Pups“ informiert. Wir wissen was Promi XY am liebsten zu Mittag ist usw… wir werden tagtäglich mit unzähligen Informationen gefüttert die uns was genau bringen sollen? Was wirklich Schlimmes auf der Erde passiert, was uns wirklich interessieren sollte und womit wir uns ehrlich beschäftigen sollten wird gerne verdrängt.

 

Bildquelle: Greenpeace