Uppsala

Unser viertes Ziel Uppsala war sehr einfach und in weniger als einer Stunde zu erreichen. Unser Hostel war okay, doch fühlten wir uns irgendwie wie in einem Bunker, da unser Zimmer kein Fenster hatte und die Küche im Keller war. Wir sahen uns die nette, ruhige Stadt an, beispielsweise die Domkyrke, den wunderschönen Botanischen Garten und das Uppsala Slott (Schloss) mot Kunstmuseum. Letzteres hatte leider nur noch 10 Minuten geöffnet und so konnten wir die Werke nicht richtig auf uns wirken lassen. Aber es ist sicherlich zu empfehlen, wenn man mehr Zeit hat! Abends kochten wir, was in einem kleinen Desaster endete… der Rauchmelder ging aber Gott sei Dank nicht an… um den Abend nett ausklingen zu lassen spazierten wir durch die Stadt und tranken ein kleines Bierchen.

Am 24. Juli stand Steffis Geburtstag an. Ich überraschte Sie mit dem typischen schwedischen Kloddkaka, samt Geschenk und Kerzen. An diesem Tag war geplant schwimmen zu gehen. Also machten wir uns auf den Weg und latschten entlang des Flusses. Irgendwann trafen wir auf einen jungen Mann der gerade Baumstämme abmaß. Auf die Frage, wie lange es wohl zum nächsten See dauern würde, antwortete er mit: 40 Minuten. Okay, das war machbar dachten wir und wanderten los. Nach 5km in praller Hitze war immer noch kein See in Sicht. Unsere Wasserflaschen waren leer und wir schienen uns in der größten Pampa zu befinden. Als wir einen zweiten Menschen nach dem See fragten sagte er: „Ja, noch 5km dem Fluss entlang!“ Wir gaben auf, suchten die nächste Bushaltestelle und fuhren zurück nach Uppsala.

Reisen ist nicht immer einfach, läuft nicht immer glatt, aber hey, schlechte sowie gute Erfahrungen sind doch genauso wichtig, um zu lernen!

Stockholm

Dritte destination war Stockholm. Wir verbrachten die Tage in einem Hostel, wo wir sehr interessante Leute und noch mehr interessante Essenskulturen kennenlernten. Erbsen, Brokkoli, Reis und Steak zum Frühstück. Mjam! Wir griffen zu unserem Nutellabrot. Da das Hostel ziemlich weit entfernt vom wirklichem Zentrum der Stadt entfernt war, liefen wir jeden Tag etliche Kilometer, aber hey das ist integrierter Sport also be positiv! Wir besichtigten den Royal Palace, die wunderschöne Altstadt Gamla Stan und Museen. Das Vasamuseum bezieht sich auf das riesige Schiff Vasa das ca. 1950 Unterwasser gefunden wurde und fast zu 98% original in ebendiesem Museum zu besichtigen ist. Imposanter Anblick und der Film den man sich dazu im Museumskino ansehen kann ist nicht zu lang, nicht zu kurz und teilt die wichtigsten Informationen mit. Ein weiteres Museum, welches wir besichtigten, war das Freilichtmuseum Skansen. Dort gibt es zahlreiche typische schwedische Häuser, wie in alten Zeiten eingerichtet. Personen sitzen in diesen Häusern und demonstrieren das Leben im alten Schweden. Schließlich geht es weiter zum weniger schönen Teil des Museums (meiner Meinung nach). Ein kleiner Zoo, in welchem sogar Katzen hinter Gehegefensterscheiben herumdösten. Bären, Seerobben, Wölfe usw. waren oft gar nicht zu sehen, da sie sich wahrscheinlich verkrochen hatten, um dem Lärm zu entkommen. Als wir das Affengehege besichtigen wollten, hätte man weitere 120 Kronen bezahlen müssen. Not with us. Schade.

Auf jedem Fall nicht verpassen sollte man eine Fahrt mit der Fähre auf die Schäreninseln. Wir fuhren bis Vaxholm, erste Station und am billigsten 😜. Dort gibt es einen kleinen Felsenstrand wo man easy ins kühle Wasser hüpfen kann. Yey!

Die traditionellen bzw. typischen Meatballs, Köttbullar, sollte man auch probieren! Schmecken lecker und sind nicht unbedingt sehr teuer… ;D

Göteborg

Nach Kopenhagen ging es für uns nach Göteborg. Da wir nach der Fahrt sehr müde waren verschanzten wir uns erstmal im Park Trädgårdsföreningen und trafen uns dann mit unserem Host von Couchsurfing. Sie heißt Louisa und wohnt im Ghettoviertel, das überhaupt nicht einem Ghettoviertel entspricht wie wir es zB in Italien kennen. Die Wohnung war wunderschön skandinavisch eingerichtet und wir hatten unser eigenes Zimmer zur Verfügung. Zusammen mit Louisa backten wir den traditionellen Mudcake (Schokokuchen, ähnlich wie Brownie) den wir auf dem wunderschönen Balkon als Fika (Treffen zu Kaffe und Kuchen) verspeisten. Mehr wurde aus dem Abend auch nicht, da wir uns einfach nur auf das gemütliche Bett freuten. Am nächsten Morgen wollten wir bereits um 8 Uhr aufstehen um so viel wie möglich von der Stadt sehen zu können. Daraus wurde leider nichts. Wir schliefen anscheinend so gut, dass uns das Bett gar nicht mehr rausließ. Um 11 Uhr verließen wir die Wohnung und fuhren mit der Tram in die Innenstadt. Dort sahen wir uns kurz um und starteten eigentlich gleich in Richtung Haga, der Altstadt. Dort stiegen wir die endloserscheinenden Treppen hoch zum Skansen Kronan, von wo aus wir trotz Regenwolken eine tolle Aussicht hatten. Ebendiese Wolken ließen auch bald ihren Regen nieder und so stürzten wir regelrecht in das Café Hebbe Lelle. Anschließend besuchten wir das Kunstmuseum, welches ich nur empfehlen kann! Die Ausstellung war sehr interessant und ganz etwas Neues. Als Anschluss zu diesem Museumsbesuch fuhren wir mit dem Bus bis nach Linneplazen von wo aus wir zum Naturhistoriska Museet spazierten. Dieses hatte leider geschlossen und so schlenderten wir durch den Slottskogenpark. Auf dem Heimweg kauften wir in der Innenstadt ein, um Louisa und uns am Abend zu kochen. Da wir keinen Wohnungsschlüssel hatten und Louisa später als wir nach Hause kam, mussten wir im Treppenhaus gefühlte Stunden warten, doch diese überbrückten wir leicht mit einer Filmkomödie. Ja, zu Couchsurfing gehören sicherlich auch immer einige negative Punkte dazu, so wie auch in Hostels. Aber so kann ich sagen, dass dieses Warten in keinster Weise unseren Abend beeinflusst hatte, da wir bei gemütlicher Musik von Lianne la Havas und Kerzenschein unsere Pasta genossen haben. Am nächsten Tag ging es schon wieder weiter nach Stockholm. Im Zug verspeisten wir das letzte Stück vom deliziösen Mudcake „Kladdkaka“!

Kladdkaka

Aussicht vom Skansen Kronan

Kunstmuseum

Kopenhagen

Am Anfang einer Reise ist man üblicherweise sehr müde aufgrund des Reiseweges, bei mir waren es mehr als 15 Stunden, bis wir endlich in Kopenhagen ankamen. Das Hostel Sleep in Heaven machte bereits beim Betreten einen sehr guten Eindruck und dies bestätigte sich auch! Eine gemütliche Lounge zum chillen, Billardtisch und Außenbereich. Das Zimmer war sehr sauber, das Bett bequem und die Duschen wunderschön mit schwarzen Fliesen ausgelegt. Frühstücksbuffet bekam man um 50 DKK (ca. 6,70€) und es war super. Wir mieteten für zwei Tage ein Fahrrad was ich nur jedem empfehlen kann, der einmal nach Kopenhagen reisen möchte. Man kommt überall hin und spart sich Zeit und langen Fußweg! Für ca. 10€ am Tag fuhren wir durch die gesamte Stadt, besichtigten diverse Kirchen, die Kleine Meerjungfrau und die Freistadt Christiania. Christiania war eine echte Überraschung! Das Leben dort scheint in den 68er stehengeblieben zu sein. Hippielife everywhere! Häuser aus Holz umgeben von Bäumen, Büschen und Krempel. Taucht man in die Mainstreet von Christiania ein, so kommt man vom Grinsen gar nicht weg. Überall, wirklich überall riecht es nach Gras. Die Cannabispflanzen wachsen in Blumenbeeten neben Geranien. Der Straße entlang befinden sich zahlreiche Stände wie auf einem Markt, nur dass hier immer dasselbe angeboten wird: Weed, the best in town! Unsicher braucht man sich hier nicht fühlen. Eher wie in einer anderen Welt ;D

READY TO GO

Ja, ich bin ready to go!

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen, da ich im Maturaprüfungsstress war, doch jetzt ist alles erfolgreich überstanden und die lang ersehnte Europareise steht vor der Tür!!! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es am Freitag, den 13. Juli endlich losgeht. Diese Reise habe ich mir in Tagträumen so oft ausgemahlt, dass sie wirklich fast zu einem Traum wurde und fast unreal und weit entfernt schien, obwohl wir bereits einige Unterkünfte gesichert haben und das Ticket schon gekauft hatten. Die Reise ist soo nah und wir können es nicht mehr erwarten!!

Da wir unsere Reise ausschließlich mit Zug oder Bus zurücklegen werden, habe ich genügend Zeit zur Verfügung meine lieben LeserInnen mit Berichten und Erfahrungen zu „füttern“ ;D und ja, ich glaube wir werden überflutet mit Erfahrungen und Erlebnissen fürs Leben. Die wir nie vergessen werden. Seid dabei wie zwei durchgeknallte Girls den Norden bereisen und hoffentlich gesund und munter wieder nach Hause zurückkehren werden 😉

~ Sofia

 

Future

I’m done. I’M DONE! Matura endlich fertig und was wartet auf mich? Die ganze Welt, die ich bereisen will, so viele Menschen, die ich kennenlernen möchte und so viele wunderbare Erfahrungen und Erlebnisse die ich machen werde. Let’s start living!

Dieser Song hat mich aus zahlreichen Lerntiefs gezogen ;D

two years

Oh mein Gott! Ich habe es total vergessen, nicht realisiert…. schon seit mehr als zwei Jahren blogge ich hier auf wordpress. Wow. Es wird vielleicht mal Zeit, etwas zu ändern. Und ja, es wird sich hier etwas sehr großes ändern! In ca. zwei Monaten … also Anfag Juli, werde ich zusammen mit meiner besten Freundin Steffi ein Monat lang durch Skandinavien reisen. Ich dachte immer wieder nach, ob ich nicht doch meine wahre Identität preisgeben sollte… doch irgendwie fand ich nie einen Grund dafür, es zu tun. Nun habe ich ihn gefunden. Ich werde über diese große Reise natürlich berichten, doch als ICH und nicht als Clara. Ich brauche noch Zeit, mich als wahre Clara öffentlich zu machen… ich weiß ehrlich auch noch nicht genau wie ich das anstellen werden, aber es wird passieren… in den nächsten Wochen wird es keine Clara mehr geben, sondern nur mehr MICH. 😉

Mein Künstlername hat mir bisher immer ein Schutzschild vor meinem perönlichem Leben, meiner Privatsphäre gegeben. Ich wollte schreiben, und wollte, dass meine Texte unabhängig von meinem Aussehen, meinem Erscheinungsbild, gelesen und gewertet werden. Wenn Leute mich auf meine Texte ansprachen, da sie wussten dass ICH Clara bin, so war es für mich sehr unangenehm. Ich fühlte mich oft wie in die Ecke getrieben. Meine Mutter untersützt mich in allem was ich mache, was ich auch enorm schätze. So prahlt sie gerne damit, dass ich „so tolle Texte schreibe und einen Blog habe“. Die Leute wollen dann den Link haben und *BAMS* ist Clara nicht mehr nur ein Künstlername, sondern ICH.

Okay, ich weiß nicht ob ihr meine Gedankengänge nachvollziehen könnt, ob ihr mich berhaupt verstehen könnt, aber es ist ein sehr komplexes und persönliches Thema ;D

Na gut. Es ist ja nichts Besonderes, aber für mich trotzdem ein großer Schritt. Let’s see what the future will bring. Auf jedem Fall möchte ich mich bei all meinen Lesern und Leserinnen bedanken und all meinen Freunden und meiner Familie danken, dass sie mich bei dem was ich schaffe, immer unterstützen und motivieren!

 

Thank you all ❤

mondaymusic 9.

Manchmal gelangt man im Leben in Situationen, in Konflikte, wo man einfach wegrennen möchte. Wo man sich einfach in die guten alten schönen Zeiten zurückbeamen will, anstelle sich mit dem auswegslosen Konflikt zu beschäftigen und wertvolle Zeit zu verschwenden. Life goes on. Ich blicke nun optimistisch in die Zukunft. Den Menschen, dem ich irrsinnig vertraut habe, werde ich nicht als solchen zurückbekommen wie ich ihn lieb hatte. Doch versuche ich jetzt damit klar zu kommen… Freunde kommen und gehen. Und manche bleiben fürs Leben ❤

Kodaline – Follow Your Fire

 

 

Homophobie – Transphobie

Gestern war der internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie. 

Meine 20 Seitige Maturaarbeit habe ich über das Thema „Transgenderkinder“ geschrieben. Als mich viele Bekannte fragten, was mein Thema für die Maturaarbeit sei und ich ihnen dann das Thema nannte, war ich von den positiven Reaktionen begeistert. Doch manche Reaktionen schmissen mich echt vom Hocker. Meine Italienischprofessorin war zu Tode schockiert und war augenscheinlich unter Schock. Andere reagierten angewidert, sagten: „so was Komisches“. 

Klar. Transidentität ist ein stark diskutiertes Thema, aber von manchen Personen hätte ich mir echt eine bessere, schönere Reaktion erwartet. 

Das Wort Phobie bedeutet Angst. Haben Menschen Angst vor Homos oder Transgender? Sie scheinen sie einfach zu hassen, da sie anders sind, nicht der „Norm“ entsprechen. Dabei muss ich sagen, dass ich das Wort „anders“ in diesem Kontext hasse. Es grenzt aus. Wir sind die Normalos, ihr seid die anderen. Wir alle sind Menschen und mit all unseren Eigenschaften eine BESONDERHEIT. 

Homophobie, Transphobie. Die Hater von Homosexuellen oder Transgender haben meiner Meinung nach Angst. Vor dem Unbekannten. Vor Neues. Anstatt sich dem Unbekannten zu nähern, es wirklich kennenzulernen und verstehen zu lernen, verkrümeln sie sich hinter einer enormen Wand bestehend aus Hass, Erniedrigung, Diskriminierung und Beleidigung. Nur um ihre Angst nicht zeigen zu müssen. Dies ist meine Theorie von Homophobie und Transphobie. Jeder Mensch da draußen kann seine eigene Meinung darüber haben, so wie auch ich die Meinungsfreiheit habe 😉 

But don’t judge.

Don’t hate. 

Don’t discriminate people who have „special effects“. ❤

mondaymusic 8.

Samstag, 5. Mai

Die Zugfahrt wollte nie enden, neben uns sprachen zwei junge Italiener auf lateinisch und versuchten sich auch in Deutsch. Das Wetter war nicht das beste. Es lag ein unangenehmer Druck über unseren Köpfen, was bei mir Kopfschmerzen verursachte. Doch dann, dreieinhalb Stunden von unserem Heimatdorf entfernt, kamen wir an. In Prad am Stilfser Joch, wo in der Countrystadt das Mainfest, das Festival unserer Lieblingsband Mainfelt stattfand! Der Abend war wunderbar, atemberaubend, schön.

Stellt euch vor, ihr steht vor einer Bühne, in der zweiten Reihe und hört eure Lieblingsmusik. Und rechts von euch ragen Berge in den Himmel, deren Spitzen von Staubzucker bedeckt sind. Und ihr tanzt und ihr springt zu den Vibes die aus den riesigen scharzen Boxen in euer Hirn knallen und nie wieder rauswollen. Oh wie zeitlos schön ist dieser Moment. And after all, you’re my wonderwall.

Wonderwall von Oasis ist der beste Song, der diesen Abend in seiner Meoldie wiederspiegelt. Ich kann sagen, dass er mein absoluter Lieblingssong ist.