Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist zurzeit ein großes Thema in meiner Familie und beinahe tägliches Tischgesprächsthema. Ob Recycling, Plastik, Auto – über alles wird ordentlich diskutiert und argumentiert. Und dabei kommen wir immer zu einem Schluss: wir wollen etwas ändern, wir wollen besser auf unseren Lifestyle und seine Auswirkungen auf die Umwelt achten. Und wie? Es zählen die kleinen Schritte:

  • wir benutzen nur noch Stofftaschen beim Einkauf und wenn wir keine dabeihaben, laden wir einfach den gesamten Einkauf ins Auto.
  • wir kaufen nur unverpacktes Gemüse
  • wir kaufen keine Produkte, die unnötig in Plastik verpackt sind
  • ich fahre immer mit dem Fahrrad bis zur ca. 1km entfernten Bushaltestelle, um in die Stadt oder in andere Dörfer zu gelangen
  • ich habe gern meinen Bambus Coffee to go Becher mit, der ohne weiteres in Cafés angenommen wird.
  • usw.

Ich möchte eine Themenreihe starten und in Blogbeiträgen Beispiele zur Nachhaltigkeit packen. Dazu gehören natürlich vorallem Beispiele, die ich selbst lebe oder getestet habe! Viel Spaß! 😉

 

Bildquelle: Pixabay

ruhe!

Ruhe. Wann haben wir Zeit wirklich zur Ruhe zu kommen? Tja, sehr wenig vielleicht?

Ich beobachte es vor allem bei Kindern. Sie gehen in den Kindergarten oder in die Schule, also ist der Vormittag mal komplett ausgebucht. Nachmittags wird dann gelernt, Hausaufgaben gemacht, einige Kurse belegt wie Fußball, Ballett, Musikschule usw. oder mit der Familie etwas unternommen. Letztens waren meine Cousins zu Besuch. Der kleinste stromerte den ganzen Nachmittag gemütlich durch den Garten, spielte im Sand oder unterhielt sich mit den Gartenzwergen. Der 10 – jährige spielte Fußball und die große Schwester lag im Liegestuhl mit einer meiner sieben Katzen auf dem Schoß und ließ ihren Blick über den Hof schweifen. In diesem Moment herrschte so wunderbare Ruhe. Die Sonne schien auf unsere Gesichter, Vögel zwitscherten und wir ließen unsere Ruhe von den Autos die vorbeifuhren absolut nicht stören. Dazu noch einen kleinen Schokoriegel genießen, ach was gibt es nicht schöneres?

Nehmen wir uns doch öfters Zeit, zur Ruhe zu kommen! 😉

Bergen

In Oslo hatten wir einem Tiroler kurzerhand sein Zelt für 20€ abgekauft, da wir auf die Trolltunga wollten. Extrem gefährlich ohne richtiger Ausrüstung und so entschieden wir trotzdem direkt nach Bergen zu fahren. Die Zugfahrt dauerte ca. 7 Stunden und an uns vorbei flog atemberaubende Landschaft! Wir kamen am frühen Abend in Bergen an und meine Laune hatte den Tiefpunkt erreicht: ich war todmüde und das Hostel war eine Stunde Fußweg entfernt. Busticket fraß uns drei Euro pro Kopf aus dem Geldbeutel und so waren wir in 20 Minuten endlich im Hostel Montana. Als ich das Hostel betrat und den großen gemütlichen Gemeinschaftsraum plus Klavier und Ukulele erblickte, war meine schlechte Laune komplett weggeblasen. Ich war happy wie noch nie. Das Hostel befand sich auf einem Hügel und so hatte man exzellentes Panorama und konnte gemütlich den Sonnenuntergang beobachten. (Wow-Wffekt hoch 1000) Am gleichen Abend lernten wir um Hostel Lore und Elisa aus Deutschland und Toine aus den Niederlanden kennen und tauschten die witzigsten Geschichten und Erlebnisse unserer jeweiligen Reisen aus.

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Am nächsten Morgen erwartete uns ein bombastisches Frühstücksbuffet. Nachdem wir uns mit Müsli usw. gestärkt hatten, erfuhren wir, dass Volunteers des Hostels eine Wandertour organisiert hatten. Sie sollte 4 Stunden dauern, also für uns absolut machbar! Zwanzig Minuten später standen wir ready auf der Matte. Los gings, mit einer Gruppe von insgesamt 9 Leuten aus Australien, Amerika, Großbritannien, Deutschland, Niederlande und Italien. Die Gruppe war echt super, alle waren mega sympathisch und wir quatschten sehr viel. Nach einigen gemütlichen ebenen Wegen ging es plötzlich unerwartet steil nach oben. Die liebe Volunteer Nina rannte voraus und wir rannten nach. Nach einer Weile rannte mir der Schweiß von der Stirn und ich schnaufte meiner Meinung nach wie ein Nilpferd. Doch bald war ich die Steigung gewöhnt und ich konnte die Ausicht genießen. In Norwegen kommt man etwas schneller von einem Berggipfel zum anderen, da die Berge nicht sooo hoch sind. Also wanderten wir während unserer Tour auf drei Gipfel. Bei der Mittagspause am Rundemanen wurden wir von den Volunteers mit Kaffee, Tee und Keksen verwöhnt und nach einer weniger lustigen Miniklettertour über rutschige Steine (wir waren in Sneaker unterwegs) konnten wir den atemberaubenden Ausblick vom Sandviksfjellet genießen. Darauf folgte der Abstieg zum Floyen, dessen Panoramaplattform von Touristen überfüllt war, und schließlich ging es hinunter in die Stadt. Da Steffi und ich ohne Geld losgezogen waren mussten wir den Weg zum Montana Hostel gehen (anstatt Busfahren) und so waren wir bis zum Schluss nicht nur 4 Stunden unterwegs, sondern 8 Stunden inklusive 1h Marsch zum Hostel. Total kaputt ließen wir den Abend ausklingen.

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Am nächsten Morgen ging es mir nicht gerade blendend. Es regnete zudem in Stömen. Wir latschten den Berg hinunter in die Stadt, besichtigten dort einige Sehenswürdigkeiten, aßen den besten Fisch der Welt und tranken einen genauso guten Kaffee.

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Streetart

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Wir erkundigten uns zudem im Tourismusbüro, ob man mit Fähren nach Dänemark kommt. Zu teuer. Und so stand uns am nächsten Tag die Odyssee unseres Lebens bevor: eine Zugfahrt von Bergen bis nach Leer in Ostfriesland inklusive Übernachtung am Bahnhof Halmstad in Schweden. 36 Stunden unterwegs zwischen Zug, Bahnhof, Zug, Bahnhof…

 

 

 

 

 

 

mondaymusic 9.

Manchmal gelangt man im Leben in Situationen, in Konflikte, wo man einfach wegrennen möchte. Wo man sich einfach in die guten alten schönen Zeiten zurückbeamen will, anstelle sich mit dem auswegslosen Konflikt zu beschäftigen und wertvolle Zeit zu verschwenden. Life goes on. Ich blicke nun optimistisch in die Zukunft. Den Menschen, dem ich irrsinnig vertraut habe, werde ich nicht als solchen zurückbekommen wie ich ihn lieb hatte. Doch versuche ich jetzt damit klar zu kommen… Freunde kommen und gehen. Und manche bleiben fürs Leben ❤

Kodaline – Follow Your Fire