Bergen

In Oslo hatten wir einem Tiroler kurzerhand sein Zelt für 20€ abgekauft, da wir auf die Trolltunga wollten. Extrem gefährlich ohne richtiger Ausrüstung und so entschieden wir trotzdem direkt nach Bergen zu fahren. Die Zugfahrt dauerte ca. 7 Stunden und an uns vorbei flog atemberaubende Landschaft! Wir kamen am frühen Abend in Bergen an und meine Laune hatte den Tiefpunkt erreicht: ich war todmüde und das Hostel war eine Stunde Fußweg entfernt. Busticket fraß uns drei Euro pro Kopf aus dem Geldbeutel und so waren wir in 20 Minuten endlich im Hostel Montana. Als ich das Hostel betrat und den großen gemütlichen Gemeinschaftsraum plus Klavier und Ukulele erblickte, war meine schlechte Laune komplett weggeblasen. Ich war happy wie noch nie. Das Hostel befand sich auf einem Hügel und so hatte man exzellentes Panorama und konnte gemütlich den Sonnenuntergang beobachten. (Wow-Wffekt hoch 1000) Am gleichen Abend lernten wir um Hostel Lore und Elisa aus Deutschland und Toine aus den Niederlanden kennen und tauschten die witzigsten Geschichten und Erlebnisse unserer jeweiligen Reisen aus.

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Am nächsten Morgen erwartete uns ein bombastisches Frühstücksbuffet. Nachdem wir uns mit Müsli usw. gestärkt hatten, erfuhren wir, dass Volunteers des Hostels eine Wandertour organisiert hatten. Sie sollte 4 Stunden dauern, also für uns absolut machbar! Zwanzig Minuten später standen wir ready auf der Matte. Los gings, mit einer Gruppe von insgesamt 9 Leuten aus Australien, Amerika, Großbritannien, Deutschland, Niederlande und Italien. Die Gruppe war echt super, alle waren mega sympathisch und wir quatschten sehr viel. Nach einigen gemütlichen ebenen Wegen ging es plötzlich unerwartet steil nach oben. Die liebe Volunteer Nina rannte voraus und wir rannten nach. Nach einer Weile rannte mir der Schweiß von der Stirn und ich schnaufte meiner Meinung nach wie ein Nilpferd. Doch bald war ich die Steigung gewöhnt und ich konnte die Ausicht genießen. In Norwegen kommt man etwas schneller von einem Berggipfel zum anderen, da die Berge nicht sooo hoch sind. Also wanderten wir während unserer Tour auf drei Gipfel. Bei der Mittagspause am Rundemanen wurden wir von den Volunteers mit Kaffee, Tee und Keksen verwöhnt und nach einer weniger lustigen Miniklettertour über rutschige Steine (wir waren in Sneaker unterwegs) konnten wir den atemberaubenden Ausblick vom Sandviksfjellet genießen. Darauf folgte der Abstieg zum Floyen, dessen Panoramaplattform von Touristen überfüllt war, und schließlich ging es hinunter in die Stadt. Da Steffi und ich ohne Geld losgezogen waren mussten wir den Weg zum Montana Hostel gehen (anstatt Busfahren) und so waren wir bis zum Schluss nicht nur 4 Stunden unterwegs, sondern 8 Stunden inklusive 1h Marsch zum Hostel. Total kaputt ließen wir den Abend ausklingen.

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Am nächsten Morgen ging es mir nicht gerade blendend. Es regnete zudem in Stömen. Wir latschten den Berg hinunter in die Stadt, besichtigten dort einige Sehenswürdigkeiten, aßen den besten Fisch der Welt und tranken einen genauso guten Kaffee.

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Streetart

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Wir erkundigten uns zudem im Tourismusbüro, ob man mit Fähren nach Dänemark kommt. Zu teuer. Und so stand uns am nächsten Tag die Odyssee unseres Lebens bevor: eine Zugfahrt von Bergen bis nach Leer in Ostfriesland inklusive Übernachtung am Bahnhof Halmstad in Schweden. 36 Stunden unterwegs zwischen Zug, Bahnhof, Zug, Bahnhof…

 

 

 

 

 

 

Oslo

Der Abschied von den Jungs und der Stadt fiel schwer. Wir haben die Zeit in Fredrikstad wirklich genossen und werden sie so schnell auch nicht mehr vergessen. Nach einem gemeinsamen Selfie verabschiedeten wir uns von Torvald. „It was a pleasure for me that you spend the days here“, sagte er. Nein, es war uns eine Ehre, dass wir bei euch wohnen durften! Mit Thomas fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, quatschten über die Vor und Nachteile seiner Körpergröße (2 Meter) und über unsere Afrikahosen… auch er bedankte sich herzlich bei uns und rief uns zum Schluss noch ein „Arrivederci!“ nach. Mit dem Zug ging es dann bis nach Rygge, von dort aus brachte uns ein Schienenersatzbus nach Oslo.

Am Bahnhof holten wir uns am Infostand wie immer gleich eine Stadtkarte und machten uns auf die Suche nach unserem Hostel. Ehrlich gesagt war unser Hostel nicht gerade das Gelbe vom Ei. Liegt vielleicht auch daran, dass es enorm groß war. Die „Lounge“ glich einem Wartezimmer beim Zahnarzt und die Küche befand sich direkt im Zimmer. Während unserer Zeit in Oslo sahen wir uns einige Sehenswürdigkeiten an, wie zum Beispiel den Royal Palace, den wunderschönen Vigelandsparken, einem Skulpturenpark voll mit Statuen in Form von Menschen. Weiters besichtigten wir die Opera, den botanischen Garten und das Munchmuseum. Letzteres ist fast nur für Kunstliebhaber zu empfehlen, denn der freie Eintritt für Studenten gilt nur bis zu dem 18. Lebensjahr und man bekommt das Gemälde „Der Schrei“ nicht zu sehen 😦

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Opera
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Vigelandsparken
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Brunnen im Vigelandsparken

Oslo ist eine etwas kleinere Stadt, an vielen Ecken findet man Straßenmusiker/künstlerInnen aber auch sehr viele Junkies. Auf dem Weg zu Sehenswürdigkeiten mussten wir oft durch Ghettoviertel durchgehen und der Anblick hat mich den ganzen Tag über beschäftigt. Menschen entscheiden sich freiwillig ihr Leben, ihre Psyche und ihren Körper mit Drogen zu zerstören. Ich hatte kein Mitleid, denn Drogenkonsum ist eine Entscheidung des Einzelnen, aber ich hatte ein mulmiges Gefühl beim Vorbeigehen, ich die fröhliche Reisende flaniert an der untersten Schicht der Gesellschaft vorbei.

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Es gibt bei jeder Stadt Pros aber auch einige Contras, welche euch in diesem Falle keineswegs daran hindern sollten, nach Norwegen zu reisen und Oslo zu besichtigen. Travel as much you can! 😉 Jede Erfahrung ist wertvoll und hat lehrhaften Charakter!

 

 

READY TO GO

Ja, ich bin ready to go!

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen, da ich im Maturaprüfungsstress war, doch jetzt ist alles erfolgreich überstanden und die lang ersehnte Europareise steht vor der Tür!!! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es am Freitag, den 13. Juli endlich losgeht. Diese Reise habe ich mir in Tagträumen so oft ausgemahlt, dass sie wirklich fast zu einem Traum wurde und fast unreal und weit entfernt schien, obwohl wir bereits einige Unterkünfte gesichert haben und das Ticket schon gekauft hatten. Die Reise ist soo nah und wir können es nicht mehr erwarten!!

Da wir unsere Reise ausschließlich mit Zug oder Bus zurücklegen werden, habe ich genügend Zeit zur Verfügung meine lieben LeserInnen mit Berichten und Erfahrungen zu „füttern“ ;D und ja, ich glaube wir werden überflutet mit Erfahrungen und Erlebnissen fürs Leben. Die wir nie vergessen werden. Seid dabei wie zwei durchgeknallte Girls den Norden bereisen und hoffentlich gesund und munter wieder nach Hause zurückkehren werden 😉

~ Sofia

 

To Travel | Interview

Während meiner Reise nach Lissabon habe ich zahlreiche Leute aus aller Welt bei einer Pubtour kennengelernt. Einer davon war Scott, 21 Jahre alt aus Kanada. Er ist als Backpacker unterwegs. Es war sehr interessant mich mit ihm über Reisen zu unterhalten und später stellte ich ihm einige Fragen die ich mit meinen Lesern teilen möchte 😉

On my trip to Lisbon i met several people from all over the world during a Pubtour by night. One guy i met was Scott, 21 years old from Canada. He’s a backpacker. It was really interesting to talk with him about traveling and later I asked him some questions which I wanna share with my readers 😉

What do you like about traveling?

I could probably go on forever to fully answer that question, but I think what I like the most is just the un expected, not knowing what will happen or who you will meet, especially traveling alone.

Why and when did you decide to travel to Europe?

Before I came to Europe I was dating a girl in Canada for a few years and when we broke up I wanted a change of scene so I ended up buying a one way ticket to Spain.

How did you plan your trip?

Not a lot of planning went into this trip to be honest, I knew I always wanted to go to Barcelona, so I bought a plane ticket and haven‘ t been planning more than one or two days ahead since.

What do you enjoy more: to travel with friends,… or on your own?

For me it depends on the trip, for a long term trip like I’m doing now I prefer to be alone, but for shorter trips or road trips I like to do it with a solid group of friends.

What was your favorite, most beautiful experience you made on your trip so far?

Though question for sure, I just got back yesterday from a couple days in the desert in southern morocco with another girl I met in Lisboa, that was pretty rad.

What was the most difficult situation?

Hmm I’m not sure, I guess I have been pretty lucky so far!

Have you noticed any big differences between Canada and Europe (Spain, Portugal…)?

The biggest difference for me would probably be alcohol, it was crazy to me seeing people drinking on the streets and in the squares, that doesn‘ t fly in Canada.

Which is your favorite city/country?

I would probably say Barcelona… Barcelona has everything haha

P.S. Ich ließ den Text auf Englisch, also original wie Scott mir die Antworten zusandte…