Make people smile

Mit Musik den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern…

Make people smile it’s christmas time!

Ja, das ist uns heute gestern wirklich gelungen. The Streetchoir hat im Krankenhaus Bozen (Südtirol) eine Messe musikalisch mitgestaltet und auf zwei Abteilungen Weihanchtslieder gesungen. Meine Erwartungen wurden ja bereits letztes Jahr übertroffen. Es ist so overwhelming wie man auf englisch schön sagt, so wunderbar überwältigend und berührend was man mit Musik alleine erreichen kann. Lachende, fröhliche Gesichter. Aber auch vielleicht traurige, gerührte Gesichter.

Auf der Abteilung für Hämatologie ließen wir an diesem Tag das erste Mal unsere Stimmen erklingen. Im Aufzug erzählte uns die Seelsorgerin, dass viele Menschen in dieser Abteilung geheilt werden würden, viele aber auch sterben. Dies fühlte sich an wie ein Faustsschlag ins Gesicht. Klar, beispielsweise Leukämie ist nicht immer heilbar und kann tödlich enden. Aber Dinge wie Tod verdränge ich immer unbewusst. Ich versuche immer nicht daran zu denken, dass das Leben eines jungen aber auch älteren Menschen einfach so von heute auf morgen zu Ende sein kann.

Als wir anfingen zu singen, war es mucksmäuschen still auf der Station. Alle lauschten gebannt den Weihnachtsliedern. Nach unserem kleinen Ständchen verabschiedeten wir uns. Die Türe schloss sich hinter uns. Doch wir nahmen sooo viel mit. Wir haben den Patienten eine riesige Freude gebracht und nahmen fröhliche, glückliche, lächelnde Gesichter wieder mit, wobei der Gedanke an den Tod im Hinterkopf sehr präsent war.

Ich glaube es ist eines jeden Menschen Aufgabe, Menschen zum Lächeln zu bringen. Besonders zur Weihnachszeit, wo viele Patienten das Fest der Freude nicht zu Hause bei ihren Lieben verbringen können.

Make people smile an show love ❤

It’s Xmas Time!

… und ich habe keinen Adventskalender. Weder einen eigenen, noch habe ich einen für den Blog gemacht, wie ich ihn die letzten Jahre gemacht habe. Grund dafür? Von Schokolade bekomme ich Kopfschmerzen. Und dieses Jahr war der Advent einfach so besonders, dass ich gar nicht daran dachte Adventstürchen zu posten!?  Mit meinerm Streetchoir war ich total ausgebucht. Wir haben bei Jugendmessen und Rorate in unserer Pfarrgemeinde gesungen und letzten Samstag hatten wir unseren ersten großen Auftritt, der mega gut gelaufen ist! Da ich zurzeit verschiedene Jobs habe, bleibt mir oft sehr viel Freizeit übrig. Deshalb habe ich meine Backkünste entdeckt und ordentlich Kekse gebacken. Gehört es nicht auch zur Weihnachtszeit dazu ein bisschen nur das zu machen, worauf man gerade Lust hat. Beziehungsweise alle möglichen Stressfaktoren zu vermeiden? Ich hatte bezüglich der Auftritte sehr viel zu denken, deshalb nutzte ich freie Zeit eben anders, wo ich die letzten Jahre immer brav Adventtürchen geplant und geschrieben habe. Jetzt, wo viele Termine überstanden sind, bereure ich es irgendwie, keinen Adventkalender gemacht zu haben. Deshalb steige ich einfach jetzt ein. Am 13. Dezember. Also eh beinahe bei der Hälfte der Adventszeit! Mal sehen wohin uns das führt!

Weihnachtliche Grüße by Sofia

 

Pinguin

Sind wir eine Fehlkonstruktion, nur weil wir nicht all dies können was andere können? Nein. Jeder von uns lebt in einem anderen Element und ist in genau dieser Umgebung Vollprofi. Wir verbringen sehr viel Zeit damit, uns über unsere Schwächen Gedanken zu machen. Wann denken wir an unsere Stärken?

Das folgende Video möchte ich euch ans Herz legen. Eckart von Hirschhausen bringt hier sehr viel auf den Punkt.

Life is beautiful

So, meine Reiseberichtreihe ist endlich abgeschlossen und ich bin bereit motiviert weiter zu starten. Jede Menge ist seit meiner Rückkehr aus dem Norden passiert. Ich habe zwei Wochen lang für Aufnahmetest Psychologie in Innsbruck gelernt, den Test gemacht und leider keinen Studienplatz ergattert. Im nachhinein bin ich eigentlich froh darüber. Denn jetzt habe ich komplett neue Ideen wie ich meine Zukunft gestalten möchte. Zurzeit gebe ich Nachhilfe in Deutsch und Mathe für zwei Jungs, besuche zweimal die Woche die Mutter meiner Tante im Altersheim und habe mich bei unzähligen Schulen als Supplenzlehrkraft beworben. Zudem habe ich automatisch das „Management“ unseres Streetchoirs übernommen, plane unsere Auftritte usw., um die studierenden Mitglieder zu entlasten… nächsten Herbst möchte ich Sozialpädagogik in Südtirol studieren und die freie Zeit nun jetzt nutzen um Führerschein zu machen und vielleicht eines meiner unzähligen begonnenen Bücher zu vollenden.

Währen der letzten zwei Monaten hatte ich zahlreiche mentale Hoch und Tiefs. Ich wusste nicht was ich aus meinem Leben nun machen sollte. Am liebsten hätte ich nochmal in die Schule gehen wollen. Aber jetzt akzeptiere ich einfach meine Situation und versuche das Beste daraus zu machen. Denn Life is beautiul, einfach zu schön um Trübsal zu blasen.

 

Utrecht

Auf in die Niederlande!

In Amsterdam war es einfach unmöglich eine für uns preiswerte Unterkunft oder Couchsurfer Hosts zu finden. Also entschieden wir Utrecht als unser nächstes Ziel festzulegen.

Unser Hostel war einfach natja. Es traf uns regelrecht der Schlag als wir es betraten. Die Treppen schmutzig, alles staubig und die Küche war ein einziges Schlachtfeld. Das soll ein Hostel sein? Wir haben ein 18-Betten Zimmer gebucht, dessen Tür nicht abschließbar war (everyday open doors). Die Rezeptionistin sagte, dass bald jemand kommen würde um die Tür zu reparieren. Dieser jemand ließ sich bis zum Tag unserer Abreise jedoch nicht blicken. Doch hey, wir versuchten positiv zu bleiben und das Beste aus unserer Situation herauszuholen. Nach einem kleinen Stadtbummel kehrten wir am Abend auch schon wieder zurück. Im Gemeinschaftsraum lernten wir eine Dame mittleren Alters aus Deutschland kennen. Sie wollte anscheinend mal wieder den Lifestyle junger Reisenden ausprobieren und wohnte deshalb nun im Hostel. Sie war sehr freundlich aber manchmal etwas schräg XD. An einem Tag putzte sie freiwilli die Küche. Da hatten wir mega Lust selbst etwas zu kochen und luden sie als Dankeschön zu unserem „Mahl“ ein. Während dem Kochen waren auch zwei deutsche Jungs am Werk. Wir quatschten über unsere Reisestorys und die Jungs gaben uns etwas von ihrer deliziösen Tomatensoße ab. Am Abend wollten Steffi und ich mal das Nachtleben erkunden. Wir sind eigentlich mega die Partygirls, doch im hohen Norden bremsten uns die hohen Preise. Wir kamen nicht weit und landeten in der ersten Bar gegenüber von unserem Hostel. Dort blieben wir dann auch und lernten einige crazy Leute kennen.

Am Tag darauf war das Wetter nicht mehr so brilliant. Wir latschten durch die Stadt, als es plötzlich zu Regnen begann. Unsere Regenschirme hatten es im Hostel bequem undwir waren zu geizig uns noch einen Schirm zu kaufen. Deshalb landeten wir in diversen Shops wie H&M oder Zara und versuchten die Zeit zu vertreiben. Dies bedeutet dass jeder von uns ein komplettes Outfit zu einem Thema zusammenstellt und anprobiert. (sehr amüsiant)

Am Ende unserer Zeit in Utrecht packten wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke, begleitet von Klaviergekliper und lautem Gesänge der Spanier im Hostel. In der Nacht hatten wir und unsere fünf roommates Besuch von einer kleinen Maus, die anderen brachten ihr Gepäck in Sicherheit, Steffi und ich ließen uns vom kleinen Nager nicht den Schlaf rauben. Zum Frühstück machte die Herrin des Hauses Omeletts für alle. An der Rezeption trafen wir auf einen Italiener und eine Italienerin. Die beiden maulten über die Zustände des Hostels und fanden alles „scheiße“. Da wurde mir erst etwas klar: auf der Internetseite konnte man sehen, dass das Hostel nicht so gute Bewertungen hatte, also wusste man schon im voraus dass man sich nicht allzu viel Luxus erwarten kann. Ja, es war nicht sauber, es war schmutzig und es gab Mäuse. Doch wir hatten die Möglichkeit nette Leute kennezulernen und das geschlafen haben wir auch gut, die Duschen funktionierten auch. An der Rezeption gab es ein Buch, wo man seine Bewertung reinschreiben konnte. Ich nutzte die Chance und versuchte zu vermitteln, dass man ALLES schätzen sollte was man bekommt. Wir sind Backpacker, die mit Budget reisen. Wir können uns nicht mehr leisten als billige Hostels. Warum sollte uns für niedrigem Preis mehr zustehen als anderen? Klar. Das Hostel könnte in einem besseren Zustand sein, doch bin ich als Backpacker froh, wenn ich überhaupt ein Bett habe und nicht wieder auf dem Bahnhof schlafen müsste… am Anfang war ich auch etwas perplex und wusste nicht, was ich von dem Hostel halten sollte. Doch bis zum Schluss war ich einfach froh eine Unterkunft zu haben!

Papenburg Relax

Ich betitele diesen Beitrag absichtlich mit Papenburg Relax, da folgende Tage in Papenburg einfach traumhaft waren. Wir hatten ein unendlich gemütliches Bett (sogar französisch), sauberes Bad, Küche und gratis Fahrräder. Dies alles wurde uns von einer Bekannten angeboten und wir waren mehr als glücklich die Tage bei ihrer Familie zu verbringen. Sie besitzen einen riesigen Bauernhof, Hund Frida und Katze inklusive. Steffis lieber Onkel Heinrich überfiel uns mit einer riesigen Tasche voll lebensmitteln. Anstatt der wenigen Sachen die wir „bestellt“ hatten (1 Yoghurt, 1 Packung Gnocchi, 1 Glas Tomatensoße und 1 Packung Cornflakes) brachte er uns diese Ausbeute:

Am ersten Tag machten wir einen kleinen Spaziergang und schliefen die restliche Zeit. Wieder fit starteten wir am nächsten Tag mit den Fahrrädern zum Badesee von Völlen. Vormittags war dort noch niemand und so hatten wir den schönen See für uns alleine. Nach der Erfrischung fuhren wir in die Stadt und gönnten uns nach zwei Kugeln Eis noch einen Eiscafé im Arkadenhaus. Zu lange mussten wir auf leckeres, günstiges Eis verzichten.

Da Steffis Onkel einen Sohn hat, planten wir einen Auflug mit dessen Mutter und kleinen Bruder. Wir hatten einen schönen Tag den wir mit einer Pizza abschlossen. Leider bekam mir ebendiese Pizza nicht so gut, weshalb ich den nächsten Tag flach lag.

Wir beschlossen unserer lieben Gastfamilie etwas typisch südtirolerisches zu kochen. Nämlich Marillenknödel! Ein riskantes Unterfangen wenn man bedenkt, dass wir beide noch nie Marillenknödel alleine gemacht haben. Mit Zutaten bewaffnet machten wir uns ran an den Teig, der am Ende nicht gerade „richtig“ aussah und viel zu klebrig war. Doch schlussendlich klappte alles wie am Schnürchen und unsere Gastfamilie haute ordentlich rein. Der Kumpel vom Sohn gesellte sich auch dazu und war ebenfalls meeega von unseren Kochkünsten begeistert. Und wir saßen wahrscheinlich mit doofen, stolzem Dauergrinsen am Tisch.

Eigentlich schien dieser Stop ein perfektes Ende unserer Reise zu sein. Doch wir hatten noch ordentlich Zeit übrig. Und so beschlossen wir, in die Niederlande weiterzureisen!

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Kladdkaka

Kladdkaka? Der schwedische Kladdkaka, Mudcake oder Schokokuchen ist einfach phänomenal! Steffi und ich haben ihn zusammen mit Louisa (Couchsurfing) in Göteborg gebacken und waren sofort hin und weg! Dieser deliziöse Kuchen ist auf alle Fälle empfehlenswert und ihr müsst ihn einfach ausprobieren!

Zutaten:6243750192_img_3786

100 g    Butter

150 g    Zucker

2           Eier

60 g      Weizenmehl

3 EL     Kakao

1 TL     Vanillezucker

(Schlagsahne und Himbeeren)

Do it yourself:

Den Butter schmelzen und mit Zucker, Vanillezucker und Eier schaumig rühren. Das Mehl dazugeben und schließlich auch den Kakao unterrühren. Den Teig in eine eingefettete Backform geben und bei 175°C, 15 Minuten backen.

Der Kuchen wird mit Schlagsahne und Himbeeren serviert.

Achtung: Der Kladdkaka fällt oft ziemlich unterschiedlich aus. Aber: das ist ein schwedischer Kuchen, der gehört so! 😉

Bahnhof Halmstad Schweden

Ja. Nächstes Ziel war keineswegs eine Stadt, sondern schlicht einfach ein Bahnhof. Genauer gesagt der letzte Bahnhof den wir vor Kopenhagen noch erreichen konnten. Wie im letzten Beitrag schon erwähnt ging es um ca. 8 Uhr in Bergen los. Bis nach Oslo dauerte es ca. 6 Stunden. Dort warteten wir zwei Stunden auf den Schienenersatzverkehr nach Rygge, um von dort aus weiter bis nach Göteborg zu fahren. In Göteborg kamen wir ca. um 22 Uhr an. Wir grübelten: welcher Bahnhof eignet sich am Besten fürs übernachten? Göteborg oder die letzte Station Halmstad? Wir entschieden uns sofort für Halmstad, da in Göteborg ziemlich misteriöse Gestalten des Weges waren und wir uns ziemlich unsicher fühlten. Wir warteten weitere zwei Stunden um so viel Zeit wie möglich zu überbrücken, die uns dann beim nächtlichen Aufenthalt in Halmstad erspart bleiben sollte. Also stiegen wir um Mitternacht in den letzten Zug nach Halmstad. Weiter würden wir um diese Zeit nicht kommen. Um 1 Uhr kamen wir an unserem Ziel an und es traf uns ein kleiner Schlag. Das Wartehaus war geschlossen und öffnete erst um 6 Uhr, also erst in 5 Stunden. Uns blieb nichts anderes übrig, als es uns in einer Ecke der Wand des Bahnhofs „gemütlich“ zu machen. Ich legte mich auf die Hälte meiner Yogamatte und versuchte zu schlafen. Steffi döste im Sitzen. Irgendwann, ich war im Halbschlaf, hörte ich laute Schritte auf uns zukommen. „Telephone? Telephone?“, rief der Mann. Ich schnellte nach oben und das erste was ich sagte war: „No“. Klar, ich hatte ein Handy dabei, doch ich wollte einfach, dass der Mann verschwindet. Er verschwand und kehrte nicht mehr zurück. Etwas später tauchten eine Gruppe von Jungs auf. Wir mahlten uns sonst was aus, die könnten ja ihre ganze Crew rufen und uns dann überfallen. Doch dies passierte natürlich nicht. Sie gingen auf uns zu, erkundigten sich, ob wir wohl okay waren und boten uns Wasser an (wir hatten unser eigenes). Ein Junge aus Eritrea setzte sich zu uns. Wir quatschten ewig lange und er erzählte uns von seinem Weg nach Schweden, den er vor drei Jahren auf sich genommen hatte. Um 5 Uhr begann es zu regnen. Wir schnappten unsere Sachen und versuchten so schnell wie möglich einen Unterschlupf zu finden, da unser Plätzchen nicht überdacht war. Die Jungs boten uns an unsere Rucksäcke zu schleppen, doch das wollten wir ihnen nicht antun ;D. Trockenes Plätzchen war schlussendlich vor der Eingangstür des Wartehauses. Die Jungs verabschiedeten sich, der Eritrer fuhr nach Göteborg und wir drehten Däumchen. Als um 6 Uhr sich die Türen des Wartehäuschen automatisch öffneten stürmten wir rein, denn die Toiletten waren unser Ziel. Leider nur mit Kreditkarte bezahlbar, also hieß es drei Stunden durchhalten. Zwei Stunden verbrachte ich schlafend auf der Wartebank und vernahm im Halbschlaf ein „Oh Mon Dieu!“ (meinte er mich?).Um neun Uhr hieß es schließlich weiterfahren. Wir stiegen jedoch in einen falschen Zug. Er fuhr zwar in dieselbe Richtung, doch er war reservierungspflichtig und so stiegen wir irgendwo wieder aus und stiegen im richtigen Zug wieder ein. Über Kopenhagen ging es nach Hamburg wo ein riesen Chaos war, riesige Menschenmengen die aufgeregt duch den Bahnhof liefen(CSD). Mit Pommes gestärkt stiegen wir in den Zug nach Leer, Ostfriesland. Von dort aus ging es nach Papenburg, wo Steffis Onkel lebte, welchen wir schon letztes Jahr besucht hatten. Wir durften bei einer Bekannten von Onkel Heinrich für die nächsten paar Tage wohnen.

 

Bergen

In Oslo hatten wir einem Tiroler kurzerhand sein Zelt für 20€ abgekauft, da wir auf die Trolltunga wollten. Extrem gefährlich ohne richtiger Ausrüstung und so entschieden wir trotzdem direkt nach Bergen zu fahren. Die Zugfahrt dauerte ca. 7 Stunden und an uns vorbei flog atemberaubende Landschaft! Wir kamen am frühen Abend in Bergen an und meine Laune hatte den Tiefpunkt erreicht: ich war todmüde und das Hostel war eine Stunde Fußweg entfernt. Busticket fraß uns drei Euro pro Kopf aus dem Geldbeutel und so waren wir in 20 Minuten endlich im Hostel Montana. Als ich das Hostel betrat und den großen gemütlichen Gemeinschaftsraum plus Klavier und Ukulele erblickte, war meine schlechte Laune komplett weggeblasen. Ich war happy wie noch nie. Das Hostel befand sich auf einem Hügel und so hatte man exzellentes Panorama und konnte gemütlich den Sonnenuntergang beobachten. (Wow-Wffekt hoch 1000) Am gleichen Abend lernten wir um Hostel Lore und Elisa aus Deutschland und Toine aus den Niederlanden kennen und tauschten die witzigsten Geschichten und Erlebnisse unserer jeweiligen Reisen aus.

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Am nächsten Morgen erwartete uns ein bombastisches Frühstücksbuffet. Nachdem wir uns mit Müsli usw. gestärkt hatten, erfuhren wir, dass Volunteers des Hostels eine Wandertour organisiert hatten. Sie sollte 4 Stunden dauern, also für uns absolut machbar! Zwanzig Minuten später standen wir ready auf der Matte. Los gings, mit einer Gruppe von insgesamt 9 Leuten aus Australien, Amerika, Großbritannien, Deutschland, Niederlande und Italien. Die Gruppe war echt super, alle waren mega sympathisch und wir quatschten sehr viel. Nach einigen gemütlichen ebenen Wegen ging es plötzlich unerwartet steil nach oben. Die liebe Volunteer Nina rannte voraus und wir rannten nach. Nach einer Weile rannte mir der Schweiß von der Stirn und ich schnaufte meiner Meinung nach wie ein Nilpferd. Doch bald war ich die Steigung gewöhnt und ich konnte die Ausicht genießen. In Norwegen kommt man etwas schneller von einem Berggipfel zum anderen, da die Berge nicht sooo hoch sind. Also wanderten wir während unserer Tour auf drei Gipfel. Bei der Mittagspause am Rundemanen wurden wir von den Volunteers mit Kaffee, Tee und Keksen verwöhnt und nach einer weniger lustigen Miniklettertour über rutschige Steine (wir waren in Sneaker unterwegs) konnten wir den atemberaubenden Ausblick vom Sandviksfjellet genießen. Darauf folgte der Abstieg zum Floyen, dessen Panoramaplattform von Touristen überfüllt war, und schließlich ging es hinunter in die Stadt. Da Steffi und ich ohne Geld losgezogen waren mussten wir den Weg zum Montana Hostel gehen (anstatt Busfahren) und so waren wir bis zum Schluss nicht nur 4 Stunden unterwegs, sondern 8 Stunden inklusive 1h Marsch zum Hostel. Total kaputt ließen wir den Abend ausklingen.

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Am nächsten Morgen ging es mir nicht gerade blendend. Es regnete zudem in Stömen. Wir latschten den Berg hinunter in die Stadt, besichtigten dort einige Sehenswürdigkeiten, aßen den besten Fisch der Welt und tranken einen genauso guten Kaffee.

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Streetart

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Wir erkundigten uns zudem im Tourismusbüro, ob man mit Fähren nach Dänemark kommt. Zu teuer. Und so stand uns am nächsten Tag die Odyssee unseres Lebens bevor: eine Zugfahrt von Bergen bis nach Leer in Ostfriesland inklusive Übernachtung am Bahnhof Halmstad in Schweden. 36 Stunden unterwegs zwischen Zug, Bahnhof, Zug, Bahnhof…

 

 

 

 

 

 

Oslo

Der Abschied von den Jungs und der Stadt fiel schwer. Wir haben die Zeit in Fredrikstad wirklich genossen und werden sie so schnell auch nicht mehr vergessen. Nach einem gemeinsamen Selfie verabschiedeten wir uns von Torvald. „It was a pleasure for me that you spend the days here“, sagte er. Nein, es war uns eine Ehre, dass wir bei euch wohnen durften! Mit Thomas fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, quatschten über die Vor und Nachteile seiner Körpergröße (2 Meter) und über unsere Afrikahosen… auch er bedankte sich herzlich bei uns und rief uns zum Schluss noch ein „Arrivederci!“ nach. Mit dem Zug ging es dann bis nach Rygge, von dort aus brachte uns ein Schienenersatzbus nach Oslo.

Am Bahnhof holten wir uns am Infostand wie immer gleich eine Stadtkarte und machten uns auf die Suche nach unserem Hostel. Ehrlich gesagt war unser Hostel nicht gerade das Gelbe vom Ei. Liegt vielleicht auch daran, dass es enorm groß war. Die „Lounge“ glich einem Wartezimmer beim Zahnarzt und die Küche befand sich direkt im Zimmer. Während unserer Zeit in Oslo sahen wir uns einige Sehenswürdigkeiten an, wie zum Beispiel den Royal Palace, den wunderschönen Vigelandsparken, einem Skulpturenpark voll mit Statuen in Form von Menschen. Weiters besichtigten wir die Opera, den botanischen Garten und das Munchmuseum. Letzteres ist fast nur für Kunstliebhaber zu empfehlen, denn der freie Eintritt für Studenten gilt nur bis zu dem 18. Lebensjahr und man bekommt das Gemälde „Der Schrei“ nicht zu sehen 😦

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Opera
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Vigelandsparken
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Brunnen im Vigelandsparken

Oslo ist eine etwas kleinere Stadt, an vielen Ecken findet man Straßenmusiker/künstlerInnen aber auch sehr viele Junkies. Auf dem Weg zu Sehenswürdigkeiten mussten wir oft durch Ghettoviertel durchgehen und der Anblick hat mich den ganzen Tag über beschäftigt. Menschen entscheiden sich freiwillig ihr Leben, ihre Psyche und ihren Körper mit Drogen zu zerstören. Ich hatte kein Mitleid, denn Drogenkonsum ist eine Entscheidung des Einzelnen, aber ich hatte ein mulmiges Gefühl beim Vorbeigehen, ich die fröhliche Reisende flaniert an der untersten Schicht der Gesellschaft vorbei.

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Es gibt bei jeder Stadt Pros aber auch einige Contras, welche euch in diesem Falle keineswegs daran hindern sollten, nach Norwegen zu reisen und Oslo zu besichtigen. Travel as much you can! 😉 Jede Erfahrung ist wertvoll und hat lehrhaften Charakter!